Wien - Das im Juni 2006 in Kraft getretene Patientenverfügungsgesetz, das Betroffenen ermöglicht, bestimmte Behandlungsformen abzulehnen, ist am Donnerstag erweitert worden. Ab sofort können Ärzte in die Patientenverfügung Einsicht nehmen. Dies soll in Notfällen entscheidende Zeit sparen, wenn der Patient selbst nicht mehr einsichts-, äußerungs- oder urteilsfähig ist, hieß es in der Presseinformation des Österreichischen Rechtsanwaltskammertag (ÖRAK).

Mit der Erweiterung sieht der behandelnde Arzt nicht nur, ob eine Patientenverfügung besteht, sondern kann auch den festgelegten Patientenwillen einsehen und dessen abgelehnte Behandlungsformen ausmachen.

"Patientenverfügungs-Check" Wer eine Patientenverfügung erstellen möchte, bedarf neben einer medizinischen Beratung, ausführlicher rechtlicher Aufklärung. Die ÖRAK bietet ein Beratungspaket - den "Patientenverfügungs-Check" - an, in dem alle Punkte die beim Aufsetzen der Verfügung zu beachten sind erläutert werden. Die Kosten für diese Beratung liegen bei 120 Euro. (APA)