New York/Los Angeles - Hollywoods Altmeister Clint Eastwood hat zum Auftakt der diesjährigen Filmpreis-Saison die erste Trophäe gewonnen. Wie das Filmblatt "Variety" am Mittwoch berichtete, kürte der US-Kritikerverband "National Board of Review" Eastwoods Kriegsdrama "Letters from Iwo Jima" zum besten Film des Jahres. Der in Japanisch gedrehte Streifen zeigt die legendäre Schlacht von Iwo Jima im Februar 1945 aus japanischer Sicht.

Auch "Flags of our Fathers", ein zweiter Film Eastwoods, der die Ereignisse aus amerikanischer Sicht schildert, platzierte sich auf der Liste der zehn besten Filme neben Scorseses Mafia-Thriller "Departed: Unter Feinden", "Babel", "Blood Diamonds" "Der Teufel trägt Prada" und anderen Filmen.

Darstellerpreise

Die Kritiker kürten Forest Whitaker zum besten Darsteller für seine Rolle als Idi Amin in "The Last King of Scotland" und Helen Mirren zur besten Schauspielerin als "The Queen". Der spanische Regisseur Pedro Almodovar gewann mit "Volver" in der Kategorie bester ausländischer Film.

Der 1909 gegründete Verband mit Sitz in New York lässt Kritiker und Film-Historiker über die Preise entscheiden. Sie gelten bei einigen Branchenvertretern als erster Hinweis auf mögliche Favoriten bei den Golden Globes und den Oscars. Andere kreiden dem kleinen Kreis der Juroren aber an, parteiisch und wenig repräsentativ abzustimmen. (APA/dpa)