Billy Squier am Höhepunkt seiner Karriere 1982.

Foto: Warhol Foundation
Keine Frage: Mick Jagger, Michael Jackson, André Heller, Aretha Franklin, Liza Minelli, Charles Aznavour, die Beatles oder Rod Stewart sind auch für die "Generation Golf", wie Florian Illies die nach 1970 Geborenen getauft hat, bekannte Größen - auch ganz ohne Starporträt aus dem Hause Warhol.

Zögerliche Fragezeichen tauchen da schon eher bei den Namen Billy Squier, Miguel Bosé, Rats & Star oder Ryuichi Sakamoto auf. Unwissen, für das man sich nicht peinlich berührt unter dem Fauteuil verkriechen muss, oder? Also:

Billy Squier (*1950), macht mit wesentlich kürzeren Haaren auch heute noch Musik. Bevor er 1980 seine Solo-Karriere startete, spielte er in mehreren Bands. Brian May von Queen produzierte 1981 für ihn das Pop-Rock-Album Don't Say No, auf dem auch sein wohl bekanntester Song The Stroke enthalten ist. Karriereknick 1984.

Miguel Bosé (*1956), Sohn der italienischen Schauspielerin Lucia Bosé und eines Stierkämpfers, begann seine Karriere als Schauspieler und wechselte schon 1975 ins Musikfach. Ein internationaler Superstar wurde er aber erst 1985, als sein Song Amante Bandido die Charts in ganz Lateinamerika und Spanien stürmte.

Rats & Stars (vor 1983 "Chanels") war eine japanische Doo-Wop-Band, die der Vocal-Group-Tradition folgte und mit "Me-Gumi no Hito" 1983 einen großen Hit landete.

Und schließlich Ryuichi Sakamato (*1952), japanischer Musiker, Komponist, Produzent und Schauspieler. Warhol porträtierte ihn 1983, als er an der Seite von David Bowie im Film Merry Christmas, Mr. Lawrence spielte. (kafe/ DER STANDARD, Printausgabe, 07./08.12.2006)