Wien - Die Telekom Austria startet ein neues Mitarbeiterbeteiligungsprogramm. Im Rahmen der Kollektivvertragsverhandlungen haben Vorstand und Betriebsrat vereinbart, dass die rund 12.000 Telekom-Mitarbeiter noch heuer jeweils Aktien im Wert von 900 Euro erhalten. Das entspricht in Summe 0,1 Prozent aller Telekom-Anteile. Vorgesehen ist, dass die Mitarbeiter in weiterer Folge bis 2010 jedes Jahr weitere Aktien in Wert von 600 Euro bekommen. Die zusätzliche ausverhandelte normale KV-Lohnerhöhung wird 2,2 Prozent betragen und ist mit Jahreswechsel wirksam.

Die Telekom Austria geht damit neue Wege bei ihren Gehaltsabschlüssen. "Dieses Programm ermöglicht unseren Mitarbeitern, am wirtschaftlichen Erfolg teilzuhaben, während die Steigerung der Personalkosten gleichzeitig eingedämmt wird", erklärte Telekom-Chef Boris Nemsic in einer Pressemitteilung Donnerstagabend. Das Paket muss vom Aufsichtsrat noch abgesegnet werden.

Im Vorjahr hatten die Beschäftigten eine Lohnerhöhung von 2,9 Prozent bekommen. Für heuer hatte Betriebsratschef Michael Kolek im Vorfeld der Verhandlungen mindestens drei Prozent mehr Gehalt verlangt mit dem Zusatz, dass es auf die "Beimusik" ankomme.

Aktien, die im Rahmen des Mitarbeiterprogramms gehalten werden, sind von der Lohnsteuerpflicht befreit, sofern sie über einen Zeitraum von fünf Jahren oder länger gehalten werden. Das Mitarbeiterbeteiligungsprogramm wird nur jenen aktiven Mitarbeitern in Österreich angeboten, die keine Aktienoptionen erhalten, also nicht den Spitzenmanagern. (APA)