Washington - Die US-Notenbank Fed hat am Dienstag wie erwartet ihren Leitzins unverändert gelassen. Nach der Entscheidung der Währungshüter liegt der Schlüsselzins in den USA weiter bei 5,25 Prozent. Wegen der Abschwächung der weltgrößten Volkswirtschaft hatten die Finanzmärkte mit dieser Entscheidung gerechnet. Die Fed hat damit ihren Schlüsselzins bei vier aufeinander folgenden Sitzungen nicht geändert. Sie hatte im August ihre zweijährige Serie von 17 Zinserhöhungen unterbrochen.

Die Märkte rechneten auch bei den kommenden beiden Sitzungen im Jänner und März mehrheitlich nicht mit einer Zinsänderung. Allerdings sehen sie bei der März-Sitzung eine kleine Chance für eine Zinssenkung. Bisher haben die Notenbanker dies jedoch noch nicht angedeutet und stattdessen vor Inflationsrisiken gewarnt.

Fed: Wirtschaftswachstum hat sich verlangsamt

Angesichts der abgeschwächten Konjunkturentwicklung lässt die US-Notenbank Fed den Leitzins weiter unverändert bei 5,25 Prozent. Die Notenbank begründete ihre Entscheidung am Dienstag damit, dass sich das Wirtschaftswachstum "im Laufe des Jahres verlangsamt" habe. Zwar bestehe nach wie vor ein gewisses Risiko der Inflation, doch werde sich der Inflationsdruck "mit der Zeit wahrscheinlich mäßigen", heißt es in einer Erklärung. Dazu trügen unter anderem die gesunkenen Preise für Energie bei.

Die meisten Händler hatten mit dieser Entscheidung gerechnet. Zinserhöhungen gelten als Konjunkturdämpfer, weil sie die Investitionen der Unternehmen verteuern. Von den Notenbanken werden sie aber als Instrument gegen die Inflation eingesetzt. Seit Juni 2004 hatte die Fed den Zins 17 Mal erhöht, ehe die Serie der Anhebungen im August zunächst zu einem Ende kam. (APA)