Der ORF scheint derzeit in Sachen Finanzen gut aufgestellt zu sein. Die "positive Entwicklung der Teilnehmerzahl" sowie die gestiegenen Werbeerlöse bescherten dem Unternehmen in den ersten drei Quartalen 2006 einen Umsatz, der laut kaufmännischem Direktor Alexander Wrabetz deutlich über Plan liegt. Wie aus dem den Stiftungsräten vorgelegten Quartalsbericht hervorgeht, erzielte der ORF bisher ein Konzern-EGT (Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit) von 12 Millionen Euro.

Plus von 2,5 Millionen gegenüber Vorjahr

Allein die anhaltende Werbekonjunktur bescherte dem ORF einen Umsatz von knapp 218 Millionen und damit ein Plus von 2,5 Millionen gegenüber dem Vorjahr. Die Zahl der Teilnehmer stieg mit Ende September auf knapp 3,3 Millionen. Das ist ein Plus im Jahresvergleich von rund 60.000 Teilnehmern und führt zu einem leichten Anstieg der Teilnehmerentgelte. Laut Wrabetz würden sich auch die sonstigen Umsatzerlöse sowie die Tochtergesellschaften zufriedenstellend entwickeln.

"Schwarze Null" sollte erreicht werden

Die gute Ausgangslage aus den ersten drei Quartalen ermögliche Programminvestitionen und Projekte im vierten Quartal, hieß es. So werden insbesondere die Castingshow "Starmania 3", der Wiedereinstieg in die Bundesliga-Berichterstattung sowie ursprünglich nicht für die Ausstrahlung vorgesehene Filmprojekte finanziert. Trotz der zusätzlichen Projekte rechnet der ORF in der Vorschau damit, dass das ursprünglich geplante Konzernergebnis von 2,2 Millionen Euro übertroffen wird. "Damit wird auch 2006 das angestrebte und gesetzlich vorgegebene ausgeglichene Ergebnis ("Die schwarze Null") erreicht", erklärte Wrabetz.

Der ORF-Finanzplan 2007, der ebenfalls eine "schwarze Null" vorsieht, steht am Mittwoch auf der Tagesordnung der Stiftungsratssitzung. Am Montag wurde der Plan bereits vom Finanzausschuss des obersten Aufsichtsgremiums genehmigt. (APA)