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Graz/Wien - "Penthouse-Sozialismus" ist zum Wort des Jahres 2006 gewählt worden. Der Begriff steht "in engem Zusammenhang mit dem BAWAG-Skandal", der Österreich das ganze Jahr 2006 hindurch beschäftigt hat, erklärte der Grazer Germanist und Jury-Vorsitzende Rudolf Muhr.

"Penthouse-Sozialismus" vereint zwei gegensätzliche Begriffe, die üblicherweise in direktem Widerspruch zueinander stehen: Die Inanspruchnahme von Privilegien und das Vertreten von sozialistischen Idealen. Der Begriff thematisiert und kommentiert auf sarkastische Weise gesellschaftliche Entwicklungen, die vielfach als irritierend und verstörend empfunden werden.

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Der aus der Werbung bekannte Ausdruck "ätschpeck" wurde zum Unwort des Jahres gekürt.

Der Ausdruck "ätschpeck" drücke "starke negative Emotionen wie Schadenfreude und Verhöhnung von Mitbewerbern der selben Branche aus und wird deshalb als aggressiv und herabwürdigend wahrgenommen.

Grafik: red

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"Nimm ein Sackerl für mein Gackerl" - Der Slogan der Stadt Wien in ihrer Initiative gegen Hundekot wurde zum Spruch des Jahres gewählt.

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Die heuer erstmals durchgeführte Wahl zum "Unspruch" des Jahres ging an den Wahlspruch der FPÖ - "Daham statt Islam".

Der Spruch ziele "in knapper Form auf die Diskriminierung und Aussonderung von MitbürgerInnen moslemischen Glaubens in Österreich", erklärte die Jury.

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2005 hatte der "Schweige-Kanzler" die Wahl zum Wort des Jahres gewonnen. Zum Unwort war "Negativzuwanderung" gekürt worden, zum Spruch des Jahres "Österreich ist frei".

Die Wahl gibt es seit 1999. Eine Jury aus Professoren der Universität Graz wählt aus den Wörtern, die während des Jahres die Medien bestimmt haben, das Wort und Unwort des Jahres.(APA)

Webtipp: Jury und Auswahlverfahren

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