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Foto: China Photos/Getty Images
Peking - Der Handelskonflikt zwischen China und den USA gewinnt an Schärfe. US-Finanzminister Henry Paulson forderte China am Donnerstag in Peking auf, seine Märkte für mehr US-Importe zu öffnen und die aus US-Sicht unterbewertete Währung aufzuwerten. China müsse in den kommenden Jahren zu einem marktorientierten Wechselkurssystem kommen, sagte Paulson bei einem chinesisch-amerikanischen Wirtschaftskongress. "Natürlich verstehen Sie unser großes Interesse an flexibleren Wechselkursen", sagte er an die Adresse chinesischer Offizieller.

Chinas Vize-Premierministerin Wu Yi verteidigte dagegen die chinesische. Sie bemängelte ein mangelhaftes Verständnis der chinesischen Ökonomie in den Vereinigten Staaten. "Unsere besondere Hoffnung besteht darin, dass die Welt die Chancen statt der Gefahren begreift, die sich aus der wirtschaftlichen Entwicklung Chinas ergeben", sagte sie.

Importsog aus China

Trotz der von Experten als historisch bewerteten Aufgabe der strikten Bindung des Yuan an den US-Dollar steht China unter wachsendem internationalen Druck, die von den USA und der EU als unterbewertet kritisierte Währung aufzuwerten. Sie werfen China vor, damit chinesische Exporteure zu begünstigen und die eigenen Industrien zu benachteiligen. Auch das riesige Leistungsbilanzdefizit der Vereinigten Staaten steht im Zusammenhang mit dem Importsog aus China. Dabei werfen die Amerikaner China auch vor, Regeln der Welthandelsorganisation WTO zu verletzen.

Wu bestritt dies. China trete für offene Handelsbeziehungen ein, und alle bilateralen Handelsabkommen stünden im Einklang mit den WTO-Regeln. (APA/dpa)