Wien soll endgültig "absoluten Hochwasserschutz" erhalten, wie es in dem entsprechenden Vertrag heißt. Am Dienstagnachmittag unterzeichnen Bürgermeister Michael Häupl (S) und Verkehrsstaatssekretär Helmut Kukacka (V) eine 15-a-Vereinbarung, welche die letzte Ausbaustufe für den Wiener Donauhochwasserschutz ermöglicht.

Durch die Maßnahmen sollen an Wien unbeschadet bis zu 14.000 Kubikmeter Wasser pro Sekunde vorbeifließen können - beim "Jahrhunderthochwasser" 2003 waren es 10.800 Kubikmeter. Bereits jetzt präsentiert sich die Bundeshauptstadt dank des Baus der Donauinsel und der Neuen Donau als Entlastungsgerinne in den 1970er Jahren weitgehend ungefährdet durch Hochwasser. So richtete auch das Rekordereignis 2003 in Wien kaum Schäden an.

In der nun beschlossenen vierten Ausbaustufe werden unter anderem der Marchfeldstaudamm oder im Bereich Lobau der Hafenumschließungsdamm saniert. Die heutige Vereinbarung ist Teil eines Abkommens zwischen dem Bund und den Donauanrainer-Bundesländern. Demnach werden 34 Hochwasserschutzprojekte mit einem Gesamtvolumen von 420,3 Mio. Euro bis 2015 gefördert. Auf Wien entfallen davon insgesamt 76,8 Mio. Euro, die sich Bund und Land teilen. (APA)