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Heinz Patzelt ist entsetzt über die Todesurteile

Foto: APA/Gindl
Wien - "Entsetzt" über die Todesurteile gegen die fünf bulgarischen Krankenschwestern und den palästinensischen Arzt in Libyen ist auch amnesty international. "Wir verurteilen diese Gerichtsentscheidungen zutiefst", erklärte Heinz Patzelt, Generalsekretär von ai-Österreich, "und fordern Libyen auf, die Strafen nicht zu vollziehen. Es ist inakzeptabel, dass Staaten immer noch Todesurteile vollstrecken. Die Todesstrafe verletzt die Würde des Menschen und hat in einer modernen Gesellschaft, in der Menschenrechte respektiert werden, keinen Platz", meinte Patzelt in einer Aussendung am Dienstag. Laut ai wurden die fünf Krankenschwestern in Gefangenschaft gefoltert, mit Elektroschocks misshandelt und brutalst geschlagen, um Geständnisse zu erpressen. "Der Prozess entsprach von Beginn an nicht international gültigen Standards: Ausländische Expertise durfte nicht eingebracht werden und unter Folter erzwungene Geständnisse wurden vom Gericht zugelassen. Der Prozess verletzte gravierend das Recht auf ein faires Verfahren", sagt Heinz Patzelt. (APA)