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Foto: AP/Michael Dwyer
New York - Allein schon der Klang von Gelächter oder Jubel löst im Gehirn eines Zuhörers starke Reaktionen aus, wie britische Hirnforscher entdeckten. Dass Menschen im persönlichen Gespräch die Mimik und Gestik ihres Gegenübers imitieren, war bereits bekannt.

Hören menschlicher Laute

Die Forscher des Londoner University College wollten nun die Reaktionen erforschen, die beim Hören verschiedener menschlicher Laute im Gehirn entstehen. Dafür spielten sie den Teilnehmern sowohl angenehme als auch unangenehme Geräusche vor und maßen dabei die Gehirnreaktion per funktioneller Magnetresonanz-Tomographie (fMRI).

Angenehme und unangenehme Töne

Alle Töne lösten eine Reaktion im so genannten prämotorischen Kortex aus, der die Gesichtsmuskeln kontrolliert. Auf angenehme Laute wie Lachen reagierte diese Hirnregion jedoch stärker als etwa auf Schreie, wie das "Journal of Neuroscience" berichtet.

Stärkt soziale Interaktion

Die Forscher vermuten daher, dass positive Geräusche ansteckender wirken als negative Töne. Dies könnte etwa erklären, warum Menschen auf Kichern oder Jubel meist mit einem Lächeln reagieren. Dies helfe bei der sozialen Interaktion und stärke die Beziehungen zwischen den Mitgliedern einer Gruppe. (APA/AP)