für freie Wahlen

Kiew (APA/AP) - Nach dem Tod von Präsident Saparmurat Nijasow hat die turkmenische Opposition den Westen aufgefordert, sich für demokratische Wahlen in Turkmenistan einzusetzen. Die Politiker in der Welt sollten die Forderung nach einer offenen, demokratischen Wahl unterstützen, an der sich die Opposition beteiligen könne, sagte der Führer der turkmenischen Exil-Opposition, Nurmuhammed Khanamow, am Montag bei einer Pressekonferenz in der ukrainischen Hauptstadt Kiew.

Reform oder friedliche Revolution

Oppositionsführer haben eine friedliche Revolution nach dem Vorbild Georgiens und der Ukraine angekündigt, sollten die Behörden ihres Heimatlandes keine demokratischen Reformen einleiten. "Wenn das Regime nicht auf die internationale Gemeinschaft hört und eine demokratische Entwicklung erlaubt, dann wird die Opposition ihre Arbeit verstärken und einen Umsturz erreichen", sagte der Chef der Oppositionspartei Vatan, Chudaiberdy Orasow, in Kiew. Auf die Frage, ob er damit friedliche Erhebungen wie in Georgien, in der Ukraine und in Kirgistan meine, antwortete Orasow: "Man kann es so nennen."

Gemeinsamer Präsidentschaftskandidat

Nach dem Tod des langjährigen Präsidenten Saparmurat Nijasow wollen die drei großen turkmenischen Oppositionsgruppen einen gemeinsamen Präsidentschaftskandidaten aufstellen, wie der frühere turkmenische Botschafter in Ankara, Nurmuhammed Khanamow, sagte. Bei den drei Gruppen handelt es sich um die von Khanamow geführte Republikanische Partei, die Vatan und die von dem früheren turkmenischen Außenminister Awdy Kulijew geleitete Vereinigte Demokratische Opposition Turkmenistans.

Alle drei Exil-Politiker richteten an die turkmenische Interimsführung den Appell, unverzüglich alle politischen Gefangenen freizulassen. Nijasow war am Donnerstag nach 21-jähriger, autokratischer Herrschaft im Alter von 66 Jahren an Herzversagen gestorben.

Nijasow, der Turkmenistan seit 1985 mit eiserner Hand regierte, erlag am vergangenen Donnerstag im Alter von 66 Jahren überraschend einem Herzleiden. Seine Nachfolge hat er nicht geregelt. Am (morgigen) Dienstag soll das höchste gesetzgebende Organ des Landes, der "Volksrat", den Termin für die Wahl seines Nachfolgers festsetzen. Die Opposition will einen eigenen Kandidaten aufstellen.