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Hier in Jerusalem brauchen sich jüdische Bedürftige keine Sorgen um Schweinefleisch in ihrem Essen machen.

Foto; REUTERS/Yonathan Weitzman
Paris - Das höchste französische Verwaltungsgericht hat einer Organisation mit Verbindungen zur rechten Szene verboten, Suppe mit Schweinefleisch an Obdachlose auszugeben. Die Polizei hatte die Suppenküche im vergangenen Monat mit der Begründung geschlossen, die Aktion diskriminiere Juden und Muslime, die aus religiösen Gründen kein Schweinefleisch essen. Das Innenministerium hatte gegen die Entscheidung eines Pariser Gerichts Einspruch erhoben, das das Verbot kürzlich aufhob. Die Schließung der Küche stelle jedoch keinen Angriff auf die Meinungsfreiheit dar, hieß es in dem am späten Freitagabend veröffentlichten Urteil des Verwaltungsgerichts nun.

"Diese Entscheidung entlarvt eindeutig die diskriminierende Dimension dieser Aktion, die Menschen jüdischen oder muslimischen Glaubens ausschließt", begrüßte der Pariser Bürgermeister Bertrand Delanoe das Urteil. Die Initiative der Suppenküche "stinke vor Fremdenfeindlichkeit", hatte er bereits zuvor erklärt.

Die Suppenküche war von der nationalistischen Gruppe "Solidarität der Franzosen" (SDF) organisiert worden. Die Organisation argumentierte, ihre "Schweinefleischsuppe" sei ein typisches Landesgericht, das von französischen Traditionalisten sehr geschätzt würde.(Reuters)

Paris - Eine französische Organisation mit Verbindung zur ultra-rechten Szene darf einem Gericht zufolge weiter Suppe mit Schweinefleisch an Obdachlose ausgeben. Die Polizei hatte die Suppenküche unter dem Vorwurf des Rassismus im vergangenen Monat geschlossen. Die Suppenausgabe diskriminiere Juden und Moslems, da diese aus religiösen Gründen kein Schweinefleisch essen würden, erklärte sie.

Zwar sei die Suppen-Verteilung "ganz klar diskriminierend", urteilte nun ein Verwaltungsgericht am Dienstag. Da aber allen, die um die Suppe bitten würden, diese auch aufgetischt werde, könne die Suppen-Küche nicht verboten werden.

Der Pariser Bürgermeister Bertrand Delanoe kritisierte das Urteil und forderte die Polizei auf, Berufung einzulegen. Die Initiative der Suppenküche "stinke vor Fremdenfeindlichkeit". Paris werde weiter gegen alle Formen von Diskriminierung, Rassismus und Judenfeindlichkeit kämpfen. (APA/Reuters)