Nürnberg/Berlin – Das milde Wetter im Dezember und die gute Konjunktur sorgen in Deutschland weiterhin für eine positive Entwicklung am Arbeitsmarkt. Zwar liegt die Zahl der Arbeitslosen nach 3,9 Millionen im November nun wieder bei 4,008 Millionen, doch der für diese Jahreszeit übliche Anstieg fiel nur sehr gering aus: Im Dezember stieg die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum November um 12.000. Doch damit waren immer noch 597.000 Menschen weniger arbeitslos als im Dezember 2005. Somit liegt die Arbeitslosigkeit in Deutschland derzeit bei einer Quote von 9,6 Prozent, das ist der niedrigste Wert in einem Dezember seit fünf Jahren.

"Im abgelaufenen Jahr 2006 hat auch der Arbeitsmarkt von der wirtschaftlichen Besserung profitiert", erklärt Frank-Jürgen Weise, Chef der Bundesagentur für Arbeit (BA). Spürbare Besserung gab es in der Baubranche und beim Handwerk, da viele Deutsche 2006 wegen der anstehenden Mehrwertsteuererhöhung noch Aufträge vergeben haben. Auch für 2007 ist die BA optimistisch. Im Jahresdurchschnitt erwartet sie, dass die Zahl der Arbeitslosen von 4,5 auf 4,1 bis 4,2 Millionen sinkt.

Auch das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) ist zuversichtlich. Trotz der zu erwartenden Delle wegen der Mehrwertsteuererhöhung werde sich das Wirtschaftswachstum fortsetzen. Nach 2,3 Prozent Plus im Jahr 2006 erwarten die DIW-Forscher für 2007 nun ein Plus von 1,7 Prozent. Bisher waren sie von 1,4 Prozent ausgegangen. (bau, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 4.1.2007)