Berlin - Der Aufschwung ist am deutschen Einzelhandel im November vorbeigegangen. Der Umsatz sank zu Beginn des Weihnachtsgeschäfts gegenüber Oktober um 0,1 Prozent. Real gab es ein Minus von 0,3 Prozent, belegt das Statistische Bundesamt. Das ist der dritte Rückgang in Folge.

Experten zweifelten jedoch an der Aussagekraft der Zahlen. "Der Rückgang passt einfach nicht zum positiven Trend des privaten Konsums", sagte Alexander Koch von der UniCredit. "Der bessere Arbeitsmarkt, die Vorzieheffekte und das Weihnachtsgeschäft haben eigentlich für einen Zuwachs gesprochen", sagte Jörg Lüschow von der WestLB. Beide erwarten eine Aufwärtskorrektur der Daten.

Im deutschen Maschinen- und Anlagenbau läuft die Konjunktur zweifelsfrei auf Hochtouren. Die Traditionsbranche verzeichnete im November zweistellige Zuwachsraten bei den Aufträgen aus dem In- und Ausland. Gegenüber November 2005 gab es ein Plus von 18 Prozent, im Inland erhöhte sich die Nachfrage sogar um 24 Prozent. 2007 soll das Produktionsvolumen nochmals um vier Prozent steigen. (APA, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 9.1.2007)