Wien/Vikersund - Wie erwartet ohne den Gesamt-Zweiten der Vierschanzen-Tournee, Gregor Schlierenzauer, fliegen Österreichs Ski-"Adler" zur Weltcup-Station am kommenden Wochenende nach Vikersund. Auch Martin Höllwarth und Wolfgang Loitzl lassen die ersten beiden Skiflug-Bewerbe in Norwegen aus. Im Team sind neben der Olympiasieger-Mannschaft Thomas Morgenstern, Andreas Kofler, Martin Koch und Andreas Widhölzl somit Manuel Fettner, Balthasar Schneider und Arthur Pauli.

"Nach der Tournee ist eine Last vom Gregor gefallen, die Tournee hat ihn auch einige Substanz gekostet", begründete Cheftrainer Alex Pointner den Verzicht des erst 17-jährigen Tirolers auf seinen ersten Flug-Einsatz. "Schlieri" kann nun in Stams die Schule besuchen und sich gleichzeitig auch körperlich wieder aufbauen. "In Zakopane (20./21.1.) wird er wieder dabei sein", meinte Pointner. Es war übrigens auch der persönliche Wunsch von Schlierenzauer, sich in Ruhe auf die nächsten Aufgaben vorzubereiten.

Widhölzl soll Form finden

Der Erfolgscoach fliegt mit Widhölzl schon am Mittwoch nach Vikersund. "Flieger" Widhölzl soll auf dem großen Bakken wieder zu guter Form finden und bestreitet daher schon das erste offizielle Training. Der Rest der ÖSV-Starter reist erst am Donnerstag nach Norwegen.

Höllwarth will eine Augenentzündung auskurieren, und sich dann in Seefeld für die weiteren Weltcup-Bewerbe vorzubereiten. Auch Wolfgang Loitzl, der zuletzt im Weltcup enttäuscht hatte, möchte sich zu Hause in Form bringen.

Offene Vertrags-Frage

Bis zu den Nordischen Weltmeisterschaften in Sapporo (22.2.-4.3.) stehen noch insgesamt 10 Weltcup-Bewerbe (davon vier Skifliegen) auf dem Programm. In der Woche nach Zakopane stehen in Oberstdorf vor der WM noch zwei Skiflugbewerbe auf dem Programm. "Möglich, dass Gregor da erstmals Skifliegen wird", deutete Pointner an.

Zu diesem Zeitpunkt sollte dann auch die Vertrags-Situation um den Cheftrainer geklärt sein. Pointners Vertrag ist bereits Ende 2006 ausgelaufen, er strebt aber gleich eine längere Verpflichtung bis zu den Olympischen Spielen 2010 in Vancouver an.

"Alex weiß, dass wir zumindest bis 2009 mit ihm weiterarbeiten wollen", meinte der Nordische Direktor Toni Innauer. Der Wunsch nach längerfristiger Bindung soll erfüllt werden, auch wenn es ÖSV-intern zuletzt immer nur Einjahres-Verträge gegeben hat.

Über seine eigene Zukunft wollte sich Innauer nicht äußern. "Ich kann sehr entspannt darüber reden. Mir geht es beim ÖSV sehr gut und ich hätte auch gute andere Möglichkeiten." (APA)