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Das warme Wetter mit Temperaturen um die 15 Grad sorgt in einigen Wiener Schanigärten für einen verfrühten Saisonstart

Foto: APA/ Roland Schlager
Wien - Die Hohen Warte in Wien rechnet heute Nachmittag mit Temperaturen um rund 15 Grad, nachdem der Mittwoch bereits mit 11,0 Grad um 6.00 Uhr begonnen hat, so die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG). Der bisherige Rekordwert stammt aus dem Jahr 1998: Der damalige 10. Jänner kam auf 12,9 Grad.

Sonnenhungrige im Schanigarten

Das warme Wetter mit Temperaturen um die 15 Grad sorgt am Mittwoch auch in einigen Wiener Schanigärten für einen verfrühten Saisonstart. "Es gibt doch immer ein paar Sonnenhungrige, die ihre Austern lieber draußen im Stehen schlürfen", erklärte Kellner Bobby Schneider von "Umar Fisch".

Seit etwa fünf Tagen hat das Fischlokal am Naschmarkt fünf Stehtische rund um das Geschäft postiert. Vor allem in den sonnigen Mittagsstunden bis hin zum Abend nützten Gäste die Möglichkeit im Freien zu speisen, erzählte Schneider. Am Wochenende seien die Freiluft-Tische besonders beliebt.

20 Grad vor vier Jahren im Jänner

Einige Meter weiter hat der "Landsknecht Treff" heute zum ersten Mal die Gartentischchen draußen aufgestellt. "Schau'n wir mal, ob sich wer hinsetzt, wenn die Sonne kommt", meinte Teammitglied Fred. Optimistisch ist man. Vor vier Jahren habe man den Schanigarten Ende Jänner bei 20 Grad drei bis vier Tage aufgestellt. "Da war es gesteckt voll", erzählte er.

Leichter Wein statt Glühwein

"Sobald die Sonne da ist, haben die Leute gleich wieder Lust, leichte Weine zu trinken", erzählte Inhaber Georg Ruziczka, der in diesem Winter Punsch und Glühwein zumindest vorläufig aus seinem Geschäft verbannt. Der warme Winter sei ihm "absolut lieber", meint er. Ist es kalt, sind die Leute nicht so relaxt und haben keine Lust einzukaufen oder fortzugehen. "Die Stimmung ist einfach besser."

Am wärmsten heute in Tulln

Wärmepol des Vormittags war Tulln: Um 10.00 Uhr wurden 14,8 Grad Celsius registriert. Auch was das Tagesmittel betrifft, dürfte auf der Hohen Warte ein neues Hoch erreicht werden: Während dies normalerweise bei etwa eineinhalb Grad unter dem Gefrierpunkt liegt, dürfte es diesmal mehr als zwölf sonnige Grad werden. Und das hat es in der ersten Jännerhälfte noch nie gegeben, so ein Meteorologe.

Regen in der Nacht

Eine kleine Abkühlung wird es in der Nacht auf Donnerstag in Form einer stürmischen Front geben, die auch Regenschauer bringt und auch am Freitag wetterwirksam bleibt. Die Schneefallgrenze wird bis auf 900 Meter sinken. Das war es dann aber auch: Bereits am Samstag wird es wieder warm, die Null-Grad-Grenze klettert auf 3.000 Meter. (APA)