Wien - Der börsenotierte steirische Leiterplattenhersteller AT&S hat heute, Mittwoch, Nachmittag für das laufende Geschäftsjahr 2006/07 (per Ende März) eine Gewinn- und Umsatzwarnung ausgegeben. Auf Grund eines auslastungsmäßig schlechten Dezembers und eines schwachen Jänners werde der Umsatz 460 Mio. Euro - statt wie zuvor erwartet 490 Mio. Euro - betragen. Der Gewinn je Aktie werde nur mehr bei 1,25 Euro - statt wie zuvor erwartet bei 1,75 Euro - liegen.

Unterauslastung

Grund für diese "leider sehr deutliche" Rücknahme der Erwartungen sei eine unerwartete Unterauslastung in der zweiten Dezemberhälfte sowie im Jänner, erläuterte das Unternehmen in einer ad-hoc-Mitteilung. Trotz verbesserter Auslastungserwartungen für Februar und März 2007 auf Basis der heute verfügbaren Kundenvorausplanungen werde "ein schlechter Produktmix die Performance belasten", so dass die Effekte der Unterauslastung aus Dezember und Jänner nicht ausgeglichen werden könnten.

Für das Geschäftsjahr 2007/08 erwarte AT&S einem Umsatz zwischen 530 Mio. und 550 Mio. Euro, hieß es weiter. Bei der erwarteten guten Auslastung wird die Marge beim Betriebsergebnis (EBIT) aus heutiger Sicht zwischen 8 und 10 Prozent liegen.

Die Drittquartals-Ergebnisse will AT&S am 25. Jänner 2007 präsentieren.

Kurssturz

Die Aktie stürzte am Mittwoch Nachmittag ab. Mit verantwortlich für die Talfahrt dürfte auch zwei Herabstufungen der Aktie durch die Deutsche Bank und die WestLB gewesen sein. Das Papier notierte gegen 16 Uhr bei 18,80 Euro und damit um 19 Prozent im Minus.

Wegen eines auslastungsmäßig schlechten Dezembers und eines schwachen Jänners werde der Umsatz für 2006/07 nur mehr 460 Mio. Euro - statt wie zuvor erwartet 490 Mio. Euro - betragen, der Gewinn je Aktie werde nur mehr bei 1,25 Euro - statt wie zuvor erwartet bei 1,75 Euro - liegen, hatte AT&S bekannt gegeben.

Die Deutsche Bank hat ihre Einstufung für die AT&S-Aktien heute von "buy" auf "hold" gesenkt, das Kursziel wurde gleichzeitig von 27 auf 23 Euro nach unten revidiert. Auch die WestLB senkte heute ihre Einstufung für die AT&S-Aktie von "hold" auf "reduce". Die Analysten begründeten dies mit wachsenden Anzeichen für ein schwaches viertes Quartal im High-End-Mobilsegment.

Das heutige Tagestief der Aktie lag bisher bei 18,77 Euro, der gestrige Schlusskurs hatte 23,14 Euro betragen. (APA)