Wien – Für die Anglo Irish Bank, seit elf Jahren auch in Wien mit einer Niederlassung vertreten, war das abgelaufene Jahr erfolgreich. Der Gewinn vor Steuern konnte um 38 Prozent erhöht werden, der Gewinn pro Aktie kletterte um 32 Prozent auf 16,24 Cent. "Die Wiener Tochtergesellschaft hat einen wesentlichen Beitrag zum positiven Jahresergebnis geleistet", sagt Österreich-Chef Michael McGee. Das verwaltete Vermögen ist 2006 um elf Prozent gestiegen.

Von Wien aus knüpft das private Bankhaus sein Netz in Osteuropa, wo das Thema Private Banking immer größer werde. In Ungarn, Polen, der Tschechischen Republik und Russland gibt es bereits Vor-Ort-Kontakte und Kunden. Vor allem vom russischen Markt erhofft McGee sich ein großes Potenzial, "weil Privatanleger immer mehr Geld zum veranlagen zur Verfügung haben und diese Anleger auch auf der Suche nach hohen Renditen sind". Das Team für Russland soll daher auch vergrößert werden. Vom "Team-Building" für Osteuropa ist vor allem das erste Quartal der irischen Bank gekennzeichnet. In Slowenien und Kroatien wird derzeit ein Markteintritt vorbereitet. Das Ost-Geschäft trägt derzeit 20 bis 25 Prozent zum Geschäftserfolg bei. In den nächsten drei bis fünf Jahren soll dieser Wert nach oben klettern. Wachsen will die Anlgo Irish Bank organisch. Ein Akquisitionsziel gebe es derzeit nicht. McGee: "Wir halten unsere Augen aber offen."

Im Auge behält McGee auch den asiatischen Markt, von dem sich der Österreich-Chef auch viele Chancen im Private Banking erhofft. (Bettina Pfluger, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 11.1.2007)