Los Angeles - Nach der Verleihung der Golden Globe-Trophäen am kommenden Montag werden die teilnehmenden Stars erstmals ohne Luxusgeschenke nach Hause gehen. Den langjährigen Brauch, teure Geschenkkörbe zu überreichen, hat die Steuerbehörde jetzt jedoch abgeschafft.

Wie die Hollywood Foreign Press Association (HFPA) am Mittwoch in Los Angeles bekannt gab, wird der Verband nach Absprache mit der US-Steuerbehörde (IRS) ab sofort keine Geschenke mehr verteilen. Stars, die 2006 für ihren Auftritt auf der Golden-Globe-Bühne mit einem Geschenkkorb "bezahlt" wurden, müssen diesen nachträglich selbst versteuern. Für frühere Jahre will der Verband selbst nachzahlen.

Oscars: 100.000 Dollar in Realien

Auch bei der Oscar-Vergabe wurden über Jahre hinweg teure Geschenke ausgehändigt. Die Oscar-Akademie einigte sich bereits im August mit der IRS darauf, den spendablen Brauch zu beenden. So soll Steuerkonflikten zukünftig aus dem Weg gegangen werden. Im vergangenen Jahr konnten sich die Empfänger noch über einen Korb mit einer echten Perlenkette, einem Seidenkimono, Kaschmirdecken, Champagner, Ledertaschen und Gutscheinen für Übernachtungen in Luxushotels im Gesamtwert von über 100.000 Dollar (76.994 Euro) freuen.

Oscar-Preisträger George Clooney hatte sich nach der letzten Oscar-Gala von seinem Geschenkkorb für einen guten Zweck getrennt. Bei einer Versteigerung erzielte das gespendete Präsent über 45.000 Dollar. Der Erlös ging damals an die Opfer von Hurrikan "Katrina". (APA/dpa)