London - Die britische Regierung von Premierminister Tony Blair hat nach eigener Darstellung bis in die letzten Stunden versucht, die Hinrichtung von Saddam Hussein zu verhindern. Noch am 29. Dezember - einen Tag vor Vollstreckung des Todesurteils gegen den irakischen Ex-Diktator - sei man in Bagdad "auf höchster Ebene" vorstellig geworden, teilte Außenministerin Margaret Beckett am Donnerstag in London mit. Blair wird in seinem Land kritisiert, weil er die Hinrichtung erst nach tagelangem Schweigen verurteilt hatte. In einem Antwortschreiben an einen Unterhaus-Abgeordneten betonte Beckett erneut, dass Großbritannien die Todesstrafe grundsätzlich ablehne. Dies sei auch gegenüber der irakischen Regierung wiederholt deutlich gemacht worden. Der irakische Ex-Diktator war in den Morgenstunden des 30. Dezember hingerichtet worden. Die Umstände, unter denen das Urteil vollstreckt wurde, lösten weltweit Empörung aus. (APA/dpa)