Die Deutsche Telekom ändert einem Pressebericht zufolge die Strategie für die Vermarktung ihres Internet-TV-Produkts T-Home. Europas größter Telefonkonzern werde sein Bezahlfernsehangebot demnächst bundesweit über das klassische DSL-Netz anbieten, berichtete die "Financial Times Deutschland" (Freitagsausgabe) unter Berufung auf mehrere mit dem Vorgang Vertraute.

Kombi

Derzeit verkauft die Telekom T-Home ausschließlich in Kombination mit einem Anschluss für ihr superschnelles Glasfasernetz (VDSL). Deshalb steht T-Home zurzeit nur etwa 5,5 Millionen deutschen Haushalten zur Verfügung. Laut "FTD" hat T-Home bisher nur rund 25.000 Abonnenten.

Kein Kommentar

Ein Telekom-Sprecher wollte die Kundenzahl nicht kommentieren. Zu den Plänen, T-Home über die bestehende Infrastruktur anzubieten, sagte er: "Wir prüfen das". Für Fernsehausstrahlungen über eine Internetleitung benötigt der Kunde eine Downloadrate von etwa vier Megabit (Mbit) pro Sekunde. Branchenkenner schätzen, dass die Telekom bis zu 750 Städte erreichen könnte, wenn sie neben VDSL auch das reguläre Kupfernetz nutzte. Dazu müsste der Konzern allerdings noch einige Investitionen in die technische Aufrüstung des Netzes tätigen.

Insider berichten, die Telekom werde ihre Pläne bereits auf der Computermesse Cebit Mitte März bekannt geben. T-Home solle künftig zusammen mit einem 16-Mbit-Anschluss verkauft werden, hieß es weiter. Unklar ist, ob der Konzern den Aufbau des VDSL-Netzes wie geplant weiterverfolgt. Ursprünglich wollte die Telekom bis Mitte 2007 über drei Milliarden Euro in den Glasfaserausbau investieren. Konzernkreisen zufolge wird derzeit darüber diskutiert, ob die Investitionen gestreckt werden. (APA)