Wolkersdorf - SVS Niederösterreich ist seine "Weiße Weste" in der Tischtennis-Champions-League los, steht aber dennoch im Halbfinale. Österreichs Meister kassierte am Samstag in der Wolkersdorfer Schlossparkhalle im Viertelfinal-Rückspiel gegen TTC Grenzau mit 2:3 die erste Niederlage im laufenden Bewerb, doch das 3:1 aus dem Auswärtsmatch reichte für den Aufstieg. In der Vorschlussrunde geht es am 9./11. Februar auswärts sowie am 16. März in Schwechat gegen Club Cajagranada aus Spanien.

Die Warnungen vor verfrühtem Aufstiegsjubel waren berechtigt, Grenzau kämpfte um seine Chance. Matchwinner für die Deutschen war Cheung Yuk. Der Hongkong-Chinese besiegte zum Auftakt den chinesischen Weltranglisten-10. Hou Yingchao wie auch zum Abschluss Österreichs Ex-Weltmeister Werner Schlager jeweils 3:2. Den dritten Grenzau-Punkt holte der Deutsche Zoltan Fejer-Konnerth mit einem 3:2 gegen den nach seiner Verletzungspause noch nicht in Bestform agierenden Chen Weixing.

Schlager fixierte den vorzeitigen Aufstieg

Nach drei Partien war der Aufstieg von SVS NÖ trotz 1:2-Rückstand aber schon fixiert, da Schlager gegen den Polen Lucjan Blaszczyk mit 3:0 souverän gewonnen hatte und somit zumindest über das Satzverhältnis alles klar war. Als es nur noch um den Tagessieg ging, setzte sich Hou gegen Blaszczyk 3:0 durch, ehe Schlager das 2:3 gegen Cheung kassierte. "Mir hat da schon die geistige Motivation gefehlt", meinte der 34-Jährige. "Meine Technik und Konzentration war da nicht mehr so da."

Umso mehr hatte Schlager gegen Blaszczyk überzeugt, setzte seinen Gegner durch sein Service unter Druck. Die 2:3-Niederlage gegen Grenzau zeigte jedenfalls, dass der erhoffte Durchmarsch zum ersten Champions-League-Titel nicht vorauszusetzen ist. Denn Cajagranada ist sicher noch stärker als Grenzau einzuschätzen, haben sie doch Chinas Weltranglisten-6. Chen Qi, den starken Kroaten Zoran Primorac, Schlagers 44-jähriger WM-Bezwinger He Zhi Wen sowie ÖTTV-Teamspieler Robert Gardos in ihren Reihen.

Jetzt gegen ungschlagene Iberer

Die Iberer sind außerdem nun die einzige in dieser Saison noch ungeschlagene Mannschaft. Und bei SVS NÖ ist unsicher, ob der Olympia-Zweite Wang Hao wie geplant in beiden Begegnungen eingesetzt werden kann. Das zweite Halbfinale ist eine Neuauflage der Endspiele der beiden vergangenen Jahre, es treffen der deutsche Titelverteidiger TTV Gönnern und der ehemalige belgische Serien-Champions-League-Sieger Charleroi aufeinander. (APA)