Wem das Spiel mit dem schwarzen Gold allein zu heiß ist, der sollte sich nach einem breiter diversifizierten Zertifikat wie der „Rohstoff Garant Anleihe“ von Credit Suisse umsehen. Denn dass diese Anlageklasse in einem gut sortierten Portfolio nicht fehlen darf, versteht sich von selbst. Schließlich sind Rohstoffe in den letzten Jahren vom einst verpönten Anlageinstrument zu einem der meist diskutierten Themen in der Investmentwelt avanciert. Vor allem das Erwachen der Mega-Volkswirtschaften China und Indien, aber auch andere ökologische, wirtschaftliche und politische Entwicklungen sorgten bei vielen Commodities für steigende Kurse und rückten die „vergessene“ Anlageklasse somit wieder in den Mittelpunkt. Dabei gerieten besonders Energieträger, Edel- und Industriemetalle in den Fokus.

Während bei den Energieträgern Öl derzeit ganz klar den meisten Gesprächsstoff bietet, gibt es auch bei den Edelmetallen einen Evergreen: Gold. In vielen Portfolios dient das glänzende Metall als Ruhekissen in Krisenzeiten. Auf lange Sicht dürfte Gold auch weiterhin einen sicheren Hafen darstellen. Bei den Industriemetallen – und hier besonders bei Kupfer und Nickel – ist die Situation nicht ganz so eindeutig. Zwar herrscht im Moment starke Nachfrage nach beiden Rohstoffen. An der Futures-kurve lässt sich jedoch ablesen, dass die Marktteilnehmer in Zukunft sinkende Preise erwarten. Kostet beispielsweise eine Tonne Kupfer im Kassamarkt derzeit 5.710,00 US-Dollar, notiert der London-Futures-Kontrakt mit Lieferung in 27 Monaten nur bei 5.140,00 US-Dollar. Das ist ein Abschlag von rund zehn Prozent. Bei Nickel fällt der Discount mit 34,0 Prozent noch stärker aus. Hier steht einem Kassapreis von 32.875,00 US-Dollar für eine Tonne Nickel ein 27-Monatsterminkurs von 21.680,00 US-Dollar gegenüber. Diese in Fachkreisen als „Backwardation“ bekannte Situation kann freilich für einen Finanzierungsvorteil genutzt werden.

Das hat auch die Credit Suisse erkannt und eine Garantie-Anleihe (ISIN DE 000 CS0 ACK 0) entwickelt, die noch bis zum 2. Februar zur Zeichnung steht. Das Produkt bezieht sich auf einen Rohstoffkorb mit den bereits erwähnten Commodities. Dabei ist die Gewichtung gleichmäßig auf Öl, Gold, Kupfer und Nickel verteilt. Der Rückzahlungsbetrag berechnet sich aus der durchschnittlichen Performance der vier Rohstoffe gegenüber ihrem Startkurs am 5. Februar 2007. Allerdings ist die Partizipation an der positiven Entwicklung der einzelnen Werte jeweils auf neun Prozent pro Jahr begrenzt. Somit müssten alle vier enthaltenen Rohstoffe jährlich eine Performance von mindestens neun Prozent aufs Parkett legen, damit man als Anleger nach vier Jahren in den Genuss der Maximalrendite von insgesamt 36,0 Prozent kommt. Schneidet einer der Werte schlechter ab oder sinkt der Preis sogar, drückt das auf die Performance des gesamten Korbes. Ein Beispiel: Wenn drei der Rohstoffe um 20,0 Prozent klettern, gehen diese nur mit 9,0 Prozent in die Rechnung ein. Fällt allerdings ein Korbmitglied um 20,0 Prozent, zieht das den Kupon auf 1,75 Prozent (= (9,0% x 3 + (-20,0%)) / 4) nach unten.

Negativ kann der Kupon allerdings nicht werden. Selbst wenn alle Werte des Korbes in den Keller rutschen und somit die Bilanz des Rohstoffkorbes einmal negativ ausfallen sollte, besteht keinerlei Grund zur Sorge. Denn die 100prozentige Kapitalgarantie sichert Investoren vor Kurseinbrüchen ab. Die Garantie-Anleihe eignet sich für Anleger, die Stabilität in ihr Portfolio bringen wollen. Ob jedoch am Laufzeitende die Maximalrendite eingefahren werden kann, ist aufgrund der Gewinnbegrenzung bei den Einzelrohstoffen fragwürdig.