Washington - In der Affäre um die Enttarnung einer CIA-Agentin durch das Weiße Haus muss sich ab dem heutigen Dienstag der frühere Stabschef von Vizepräsident Dick Cheney, Lewis "Scooter" Libby, verantworten. Vor einem Bundesgericht in Washington werden zunächst die Geschworenen bestimmt, der eigentliche Prozess wegen Meineides und Justizbehinderung soll am kommenden Montag beginnen.

Der frühere US-Botschafter Joseph Wilson hatte der Regierung in Washington im Juli 2003 vorgeworfen, die Gefahr durch den Irak aufgebauscht zu haben, um den Angriff auf das Land zu rechtfertigen. Kurz darauf wurde Wilsons Ehefrau, die CIA-Agentin Valerie Plame, enttarnt.

Später gab der damalige Außenminister Richard Armitage zu, die Angaben aus Unachtsamkeit gemacht zu haben. Libby soll dagegen unter Eid ungenaue Angaben über Gespräche mit Journalisten gemacht haben. Ihm drohen bis zu 30 Jahre Haft. (APA/AFP)