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Der Erfolg 2006 bestätigt die Direktorin des Freud Museums Inge Scholz-Strasser im Bestreben, den Ausbau des Hauses und die Erneuerung der Präsentation voranzutreiben.

Foto: APA/EPA/Roland Schlager
Für das Wiener Sigmund Freud Museum war das Freud-Jahr laut Direktorin Inge Scholz-Strasser "extrem erfolgreich". Mit 80.787 Besuchern, einer Steigerung um 34 Prozent gegenüber 2005, wurden 2006 Rekordzahlen erzielt. Beim heimischen Publikum sorgten die Sonderausstellungen für das gestiegene Interesse. Die von Oktober 2005 bis Mitte April gezeigten "Meisterwerke aus Gugging" zogen 25.875 Neugierige an, 52.147 Besucher interessierten sich für "Die Couch. Vom Denken im Liegen". Die dritte Sonderschau "Rainer über Freud" mit Arnulf Rainers Übermalungen von Freud-Porträts, läuft noch bis 19. März.

Neues Online-Projekt

Zur Erfolgsbilanz zählen laut einer Aussendung weiters die Vorbereitung mehrerer Kooperationen im Wissenschaftsbereich, u.a. mit dem Leo Baeck Institute in New York und der Städtischen Pädagogischen Universität Moskau, und der Start des neuen Online-Projekts PADD, das es ermöglicht, weltweit psychoanalytische Dokumente in den Archiven der Teilnehmer zu suchen und teilweise auch Scans auszudrucken. Außerdem reisten Vertreter der Sigmund Freud Privatstiftung zu Vorträgen nach Moskau, Madrid, Riga und New York.

Architekturkonzept für Ausbau steht

Der Erfolg 2006 bestätigt Scholz-Strasser im Bestreben, den Ausbau des Hauses und die Erneuerung der Präsentation voranzutreiben. "Die räumliche Situation ist mehr als nur eng, und die Abnützung des Museums, das ohnehin eine Neuaufstellung benötigt, ist klar sichtbar." Die Stadt Wien habe im Vorjahr mit der Einbringung des Hauses Berggasse 19 in die Privatstiftung eine Vorleistung erbracht. Wenn der Bund ebenfalls einer Finanzierung des Ausbaus zustimme, wären auch private Sponsoren bereit, die Maßnahmen zu unterstützen. Ein fertiges Architekturkonzept existiere bereits.

Ausstellungen 2007

Für 2007 stehen Ausstellungen in Österreich, Russland, der Türkei und den USA auf dem Programm. Im Freud-Museum startet am 22. März die zuvor im Museum der Stadt New York gezeigte Schau "On the Couch. Cartoons aus dem New Yorker", die Karikaturen aus der renommierten US-Zeitschrift "The New Yorker" zum Thema Psychoanalyse dokumentiert. Sie wurde vom österreichischen Journalisten Michael Freund kuratiert und wird bis 24. Juni zu sehen sein.

Die Sigmund Freud Museum Contemporary Art Collection mit Arbeiten u.a. von Joseph Kosuth, John Baldessari und Franz West wird ihre 2006 in New York begonnene Reise um die Welt fortsetzen und ist vom 12. bis 31. Jänner in der Galerie der Yapi Kredi Bank in Istanbul zu sehen, anschließend wird sie in der Stella Art Gallery in Moskau gezeigt (21. Februar bis 21. Mai). (APA)