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Foto: AP/Schulz
Berlin - Trotz glänzender Geschäfte hat die deutsche Industrie ihren Stellenabbau im vergangenen Jahr fortgesetzt. Die Zahl der Beschäftigten sank bis Ende November im Durchschnitt um 37.000 oder 0,6 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. Gleichzeitig stieg der Umsatz der Unternehmen mit mindestens 20 Mitarbeitern um fast sieben Prozent auf 1,453 Billionen Euro.

Talfahrt bei Beschäftigung

Die Talfahrt bei der Beschäftigung im Verarbeitenden Gewerbe und im Bergbau hält nun schon seit fünf Jahren an. Dabei gingen rund eine halbe Million Jobs verloren. Ende November wurden nur noch knapp 5,9 Millionen Mitarbeiter gezählt. "Der Beschäftigungsaufbau hält sich selbst in Boomphasen in Grenzen", sagte Udo Ludwig vom Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH). Grund sei der langfristige Strukturwandel, bei der Jobs von der Industrie in den Dienstleistungsbereich verlagert würden. Die zunehmende Konkurrenz durch Billiglohnländer verstärke diesen Trend noch.

Tendenz minimal nach oben

Zuletzt zeigte die Tendenz minimal nach oben: Im November entstanden 4.000 neue Jobs. Das ist ein Plus von 0,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Der Umsatz kletterte gleichzeitig um mehr als acht Prozent. Besonders gut liefen die Geschäfte in der Recyclingbranche, in der Metallerzeugung und -bearbeitung sowie im Maschinenbau. Hier gab es jeweils deutlich zweistellige Umsatzzuwächse. Das Textilgewerbe, die Rundfunk- und Nachrichtentechnik sowie die Hersteller von Büromaschinen und Datenverarbeitungsgeräten verzeichneten nur ein leichtes Plus. (APA/Reuters)