Wien - Hannes Eder, Geschäftsführer von Universal Music und derzeit als scharfzüngiger Kommentator bei der ORF-Casting-Show "Starmania" in vieler Munde, ist neuer Präsident des Verbands der österreichischen Musikwirtschaft (IFPI Austria). Das teilte der Verband in einer Aussendung mit. Die Entscheidung zum "Generationswechsel der Interessenvertretung" wurde bei der gestrigen Generalversammlung einstimmig gefällt. Eder bekleidet das Amt vorerst für zwei Jahre und folgt auf Manfred Lappe, Geschäftsführer von Warner Music Austria.

Wesentliche Schwerpunkte der Verbandsarbeit seien für Eder die Verbesserung der wirtschafts-, kultur- und medienpolitischen Rahmenbedingungen. "Die nachhaltige Standortsicherung der österreichischen Musikwirtschaft ist gleichermaßen eine Frage von kultureller Identität wie von wirtschaftlicher Bedeutung für den Markt Österreich", so der Plattenboss. Manfred Lappe, der dem Verband in den vergangenen acht Jahren vorstand, blickt auf eine erfolgreiche Bilanz zurück: "Wichtige Impulse zum Schutz und zum Wert des geistigen Eigentums gingen von unserem Verband aus." Lappe bleibt weiterhin Vorstandsmitglied von IFPI Austria.

Der Verband der österreichischen Musikwirtschaft vertritt die Interessen seiner Mitglieder in allen firmenübergreifenden Fragen. Wesentliche Ziele des Verbands sind die Sicherung und Verbesserung der wirtschaftlichen, rechtlichen und kulturellen Rahmenbedingungen für die österreichische Musikwirtschaft, der Schutz des Urheberrechts, die Bekämpfung von Musikpiraterie und die Unterstützung bei der Entwicklung des digitalen Musikmarktes. Die österreichische Musikwirtschaft zählt mit einer jährlichen Wertschöpfung von mehr als zwei Milliarden Euro und über 42.000 Beschäftigten zu den zehn wichtigsten Wirtschaftssektoren Österreichs. (APA)