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Wien - Den Aufsichtsratsvorsitz in der BAWAG P.S.K. werden nach Vollzug des Verkaufs an das Konsortium unter Führung des US-Fonds Cerberus in jedem Fall die Amerikaner stellen. Dem Vernehmen nach ist unverändert Cerberus-Chef John Snow dafür vorgesehen, andernfalls ein enger Vertrauter aus seinem Umfeld, wie es aus Käuferkreisen zur APA heißt.

Dass vor einigen Wochen in einer Zeitung der einstige Generali-Austria-Chef und jetzige Casinos Austria-Chef Karl Stoss für die BAWAG-Aufsichtsratsspitze kolportiert wurde, bezeichnete auch Stoss selber heute als "Schwachsinn". Er wisse nicht, wer das in die Welt gesetzt habe. Er habe keine Organfunktion in der BAWAG inne, so Stoss am Mittwoch zur APA. Stoss gilt bis zum Closing noch als österreichischer Sprecher der neuen BAWAG-Eigentümer.

Keine Sperrminorität für erreichische Beteiligte

In der neuen Eigentümerstruktur der BAWAG werden die österreichischen Beteiligten (Wüstenrot, Post, Generali und eine Investorengruppe um Hannes Androsch) wie berichtet keine Sperrminorität bekommen und auch untereinander keinen Syndikatsvertrag abschließen. Das sei auch nicht notwendig, weil man ja als Partner des US-Haupteigentümers Cerberus agiere und die gleichen Ziele verfolge: "Mindestens 400 Millionen Profitabilität und eine Verdoppelung des Unternehmenswerts in vier Jahren", wie Androsch in der heutigen "Presse" ankündigte.

Casino-Chef Stoss erwartet im übrigen keine "Bieterschlacht" um das derzeit noch der BAWAG gehörende Lotterien-Paket. Wie berichtet prüft die Novomatic-Gruppe ein Gegenangebot für das Offert der Casino-Gruppe. (APA)