Wien - Bisher relativ wenig Öffentlichkeit bekam eine Idee im Regierungsprogramm, mit der die SP-VP-Koalition die Bildungskarenz attraktiver machen will. Karenzierte bekamen bisher lediglich "Weiterbildungsgeld" in Höhe des "fiktiven Kinderbetreuungsgeldes". In Zukunft soll das "fiktive Arbeitslosengeld" ausschlaggebend sein. Der Unterschied: Kinderbetreuungsgeld sind 14,53 Euro pro Tag. Bei einem Bruttomonatsbezug von 2000 Euro hingegen käme man auf ein fiktives Arbeitslosengeld von 29,45 Euro pro Tag (ohne Familienzuschlag).Weiters ist als Voraussetzung lediglich eine einjährige Unternehmenszugehörigkeit notwendig. Bisher wurden drei Jahre verlangt. Das Einvernehmen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer bleibt Bedingung. Die Bildungskarenz war bisher nicht der wirklich durchschlagende Erfolg: Nur rund tausend Personen nehmen sie zurzeit in Anspruch. (szem, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 18.1.2007))