Die Mobilkom Austria hat am Mittwoch wie erwartet ein Angebot für die zweite Mobilfunk-Lizenz in der südserbischen Provinz Kosovo gelegt. Insgesamt gebe es vier gültige Angebote, darunter auch von der slowenischen Telekom Slovenije, die mit ihrer Kosovo-Tochter Ipko.net ins Rennen gegangen sei, berichtete die slowenische Nachrichtenagentur STA. Eine Stellungnahme der österreichischen Mobilkom, Tochter der börsenotierten Telekom Austria, war nicht zu erhalten.

Inhalt noch unbekannt

Der Inhalt der Angebot ist noch nicht bekannt, die Kuverts werden von einer Kommission geöffnet, der unter anderem Vertreter der Kosovo-Regierung und der UNO-Verwaltung UNMIK angehören.

Ipko.net hat im Kosovo bereits eine Festnetz-Lizenz und bietet Breitband-Internet an.

Erste Vergabe wurde annuliert

Die zweite Mobilfunklizenz im Kosovo wird jetzt bereits zum zweiten Mal ausgeschrieben. Ursprünglich hatten die Provinz-Behörden die Lizenz dem Konsortium "Mobikos" zugesprochen, an dem neben dem umstrittenen kosovarischen Geschäftsmann Ekrem Luka auch der slowenische Betreiber "Mobitel" beteiligt war. Die Vergabe wurde jedoch von der UNMIK annulliert. Am 16. Oktober 2006 wurde die Lizenz neu ausgeschrieben. Der Mindestpreis für die15 Jahre gültige Lizenz beträgt 20 Mio. Euro.

Einziger Mobilfunk-Anbieter im Kosovo ist derzeit Vala 900 - ein Gemeinschaftsunternehmen der Kosovo-Post und der Monaco Telecom.(APA)