Wien - Klaus Ortner, der mehr als 25 Prozent an der zweitgrößten österreichischen Baufirma Porr hält, hat am Donnerstag angebliche Pläne über bald eine bevorstehende Kapitalerhöhung der Porr bestritten: "Das steht jetzt nicht zur Diskussion, es ist nichts konkret geplant", sagte Ortner auf eine Anfrage der APA. Das Syndikat aus B&C-Holding, Wiener Städtische und seiner Gruppe müsse einstimmig für eine Kapitalerhöhung votieren: "Über mich kann sich niemand hinwegsetzen."

Er sei auch gegen eine Zusammenlegung von Vorzugs- und Stammaktien, sagte Ortner: "Warum soll ich mich verwässern lassen?" Laut Syndikatsvertrag müsse der verkaufswillige Partner seine Anteile erst seinen Syndikatspartnern anbieten, sagte Ortner. Die größte Aktionärsgruppe, die der Bank Austria nahestehende B&C-Holding erwägt laut einem Medienbericht einen Teilausstieg über eine Kapitalerhöhung.

Kapitalaufstockung

Das Management der Porr tritt seit Jahren für eine bessere Kapitalerhöhung ein. Laut Börsianer-Informationen wird in angemessenem zeitlichen Abstand zum geplanten Strabag-Börsegang im Frühjahr eine Aufstockung des Porr-Kapitals erwogen. Kurzfristig wird dies vom Großaktionär Ortner in Abrede gestellt. Längerfristig sei eine Kapitalerhöhung aber nicht auszuschließen, sagte Ortner, der auch Aufsichtsratsvorsitzender ist, im APA-Gespräch.

Die Porr notiert mit Stämmen, Vorzugsaktien und einem Kapitalanteilsschein an der Wiener Börse. Die im Standard Market Continous gehandelten Vorzüge legten am Donnerstag um mehr als zwei Prozent auf 140 Euro zu. Die Stammaktien werden derzeit zum gleichen Preis gehandelt. Sie notierten vor einer Woche noch bei etwa 125 Euro. (APA)