Bild nicht mehr verfügbar.

Indianapolis Colts-Quarterback Peyton Manning bekommt es mit...

Foto: APA/ Lane

Bild nicht mehr verfügbar.

...Vince Wilfork von den New England Patriots zu tun.

Foto: AP/ Savoia
Indianapolis/Chicago - Zwei alte Rivalen, ein Traditionsteam und ein Publikumsliebling rittern am Sonntag in den Halbfinalspielen der nordamerikanischen National Football League (NFL) um den Einzug in die "Superbowl XLI". In Indianapolis treffen die Colts im Endspiel der American Football Conference (AFC) auf die New England Patriots, im Finale der National Football Conference (NFC) stehen sich Gründungsmitglied Chicago Bears und die New Orleans Saints gegenüber. Die Sieger stehen im Endspiel am 4. Februar im Dolphin Stadium von Miami.

Die "Heiligen" aus New Orleans sind in dieser Saison die Sympathieträger der Liga. Nachdem Hurrikan Katrina im Herbst 2005 ihre Spielstätte, den Louisiana Superdome, stark beschädigt hatte, war das Team heimatlos und musste nach Texas und sogar New York ausweichen. Ein Jahr nach der Katastrophe folgte die umjubelte und weltweit beachtete Rückkehr in den Superdome. Mit dem neuen Trainer Sean Payton, der zum Trainer des Jahres gewählt wurde, qualifizierten sich die Saints überraschend für die Playoffs.

Großer Jubel in New Orleans

Noch größer war der Jubel in New Orleans, als am vergangenen Samstag die Philadelphia Eagles mit 27:24 bezwungen wurden und die Saints erstmals in ihrer Klubgeschichte das Halbfinale erreichten. "Dieser Sieg bedeutet alles. Dafür sind wir diesen schweren Weg im Vorjahr gegangen. Und für unsere Stadt ist das Spiel in Chicago noch wichtiger", meinte Runningback Reggie Bush.

Eher rational sind die Gedanken beim Gegner. "Gewinnen wir das kommende Spiel, sind wir im Super Bowl. Gewinnen wir die kommenden zwei Spiele, habe ich endlich den Ring an meinem Finger, den ich immer haben wollte", erklärte Chicagos Quarterback Rex Grossmann nach dem Erfolg gegen Seattle in der Vorwoche. Das 27:24 n.V. ebnete den ersten Halbfinal-Einzug seit 1988. Auf dem "Soldier Field" von Chicago sollen nun auch die "Hallenspezialisten" aus New Orleans in die Knie gezwungen werden.

Klassiker

Vor dem zweiten Halbfinale zwischen den Colts und den Patriots im 56.000 Zuschauer fassenden RCA Dome in Indianapolis sprechen Medien und Spieler schon im Vorfeld von einem Klassiker. Beide Teams trafen im Playoff in der jüngsten Vergangenheit zweimal aufeinander, sowohl 2003, als auch 2004 gingen die "Patrioten" um Quarterback Tom Brady (12:1 Siegbilanz im Playoff) als Gewinner vom Feld. New England ist bis dato das NFL-Team des 21. Jahrhunderts, in den vergangenen fünf Superbowls gewannen sie dreimal den Titel.

Beim Gegner vertraut man neben Pro-Bowl-Quarterback Peyton Manning auch auf den für New England einst höchst erfolgreichen Kicker Adam Vinatieri. Im Februar 2002 sorgte der damalige Patriot mit einem Fieldgoal in der Schlusssekunde für den 20:17-Finalsieg gegen St. Louis, zwei Jahre später traf Vinatieri gegen Carolina neun Sekunden vor Schluss zum 32:29. Im Sommer wechselte der 34-Jährige nach Indianapolis und zeigte erst am vergangenen Samstag wie wertvoll er ist. Im Viertelfinalspiel in Baltimore erzielte er mit fünf Fieldgoals alle Punkte beim 15:6 der Colts. (APA/dpa/Reuters)