Wien - Der schwere Sturm Kyrill, der bereits gestern in Wien zu rund 25 Flugstreichungen und Flugverspätungen geführt hat, tangiert auch weiter den Flugverkehr über Mitteleuropa. So hat am Freitag die British Airways ihren Flug nach London stornieren müssen, die AUA hat hingegen am Morgen ihren London-Flug durchgeführt. AUA-Flüge nach Krakau und Kiev am Morgen wurden jedoch gestrichen. Die Lufthansa meldete Verspätung bei ihrem Flug Wien-Frankfurt.

Bereits gestern haben auf Grund des Sturmtiefs vor allem die Flughäfen London und Frankfurt ihre Slotzeiten gestreckt und dadurch ihre Flüge um bis zur Hälfte reduziert. Von der AUA wurde bekannt gegeben, dass es vor allem bei den Flügen Richtung Nordosten zu weiteren Flugausfällen oder -verspätungen kommen kann.

Geringe Schäden

Sieht man vom Dachaufbau des Airest-Gebäudes ab, hat der Sturm auf dem Flughafen Wien in Schwechat nur geringe Schäden hinterlassen. Die Betriebsfeuerwehr hatte von Mitternacht bis gegen 5.00 Uhr 17 Einsätze zu verzeichnen, teilte Airport-Sprecherin Brigitta Pongratz mit.

Kurz vor Mitternacht habe der Sturm einen Wert von 52 Knoten (96 km/h) erreicht, die Spitze habe gegen 1.30 Uhr 74 Knoten (137 km/h) betragen, so Pongratz. Zu dieser Zeit habe auch eine verspätete Lufthansa-Maschine aus Frankfurt "umdrehen" und nach München ausweichen müssen.

Ausfälle

"Ausgelöst durch Behinderungen auf anderen Flughäfen" sind Pongratz zufolge am Donnerstagabend 18 ankommende Maschinen ausgefallen. Umgekehrt waren es 15 abfliegende und drei weitere am Freitag in der Früh.

Die nächtlichen Einsätze der Betriebsfeuerwehr hatten insbesondere Sicherungsmaßnahmen z.B. von Baustellenwänden betroffen. Außerdem ist es laut Pongratz zu geringen Beschädigungen an Fassaden gekommen. Erheblicher dürfte der Schaden am Dachaufbau des Airest-Gebäudes sein, was noch Gegenstand von Erhebungen war. (APA)