Madrid - Die spanische Justiz hat die Jugendorganisation der verbotenen Baskenpartei Batasuna als Terrorgruppe eingestuft und die Festnahme von 23 ihrer Führungsmitglieder angeordnet. Der Oberste Gerichtshof in Madrid entschied am Freitag, dass die bereits für illegal erklärte Organisation dem Terrornetz der Untergrundorganisation ETA zugerechnet werden müsse. Unmittelbar nach diesem Urteil erließ der Nationale Gerichtshof Haftbefehle gegen 23 führende Segi-Mitglieder. Ihnen werden zahlreiche Gewaltakte im Baskenland zur Last gelegt, wo ETA-Anhänger regelmäßig Busse oder Bankautomaten in Brand setzen.

Batasuna (Einheit) und ETA sind bereits als Terrororganisationen eingestuft. Die ETA hatte vor drei Wochen einen Bombenanschlag auf den Madrider Flughafen verübt und damit eine neunmonatige "Waffenruhe" gebrochen. Die spanische Regierung erklärte den Friedensprozess mit der Separatistenorganisation daraufhin für beendet.

Um eine gemeinsame Strategie gegen die Wiederkehr des Terrors zu finden, kam Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero am Donnerstagabend in Madrid überraschend mit dem baskischen Regierungschef Juan José Ibarretxe zusammen. Dieser forderte Zapatero auf, trotz des Attentats vom 30. Dezember weiter eine Verhandlungslösung mit der ETA zu suchen. (APA/dpa)