Villach - Den Innsbrucker Haien ist am Freitag in der Erste Bank Eishockey Liga (EBEL) ein klassischer Trainereffekt gelungen. Die Tiroler setzten sich in der 39. Runde in ihrem ersten Match unter Coach Larry Sacharuk bei Meister Villacher SV letztlich verdient mit 4:3 (1:1,2:0,0:2/1:0) nach Verlängerung durch. Innsbruck fehlen damit nur noch vier Punkte auf einen Playoff-Platz, der VSV liegt aktuell zwei Punkte hinter Leader Salzburg auf Rang zwei.

Die Handschrift des neuen Innsbruck-Trainers war von Matchbeginn an zu sehen, die Gäste traten in der Villacher Stadthalle sehr diszipliniert auf. Bis auf die Phase von der 10. bis 20. Minute hatte das Team aus West-Österreich die Partie in den ersten beiden Dritteln fest im Griff. Der VSV hatte durch Gauthier (17./PP) die Innsbruck-Führung von Hasen (4./PP) noch ausgeglichen, Lindner (22.) und Auer (37.) sorgten aber für die 3:1-Führung.

Im letzten Abschnitt kamen die Kärntner besser ins Spiel und durch Gauthier (44.) sowie Bousquet (53.) zum Ausgleich bzw. in die Verlängerung. Da traf aber Elik zum Sieg für die Tiroler, er besorgte 62 Sekunden vor Ablauf der Verlängerung die Entscheidung.

Capitals aus den Playoff-Rängen

Die Vienna Capitals haben im Rennen um einen Playoff-Platz an Boden verloren. Die Wiener verloren auswärts gegen HK Jesenice 3:4 (0:2,1:0,2:2) und rutschten damit hinter die Slowenen auf Rang fünf ab.

Die Gäste erwischten einen denkbar schlechten Start und gerieten durch Dervaric (2./PP) und Terlikar (3.) schnell mit 0:2 in Rückstand. Nach dem Anschlusstreffer von Selmser (35./PP) schienen die Capitals dann aber sogar einem Sieg entgegenzusteuern, als Setzinger in der 41. Minute und in der 50. Minute (PP) auf 3:2 stellte. Doch Jesenice blies zur Schlussoffensive, die dank Powerplay-Treffer von Kranjc (52.) und David Rodman (54.) von Erfolg gekrönt war.

Salzburgs weiße Weste

Red Bull Salzburg hat im 19. Heimspiel zum 19. Mal gewonnen. Der Tabellenführer schlug den KAC vor 3.000 Zuschauern in der Volksgarten Eisarena mit einer durchschnittlichen Leistung mit 5:2 (1:0,1:0,3:2). Die Mannschaft von Coach Hardy Nilsson baute damit den Vorsprung in der Tabelle auf den ersten Verfolger EC Pasut VSV, der gegen den HC TWK Innsbruck nach Verlängerung mit 3:4 verlor, auf zwei Punkte aus.

Nach dem schnellen Führungstreffer durch Grabher-Meier (5.) dauerte es bis zur 39. Minute ehe Pihl im Powerplay für das 2:0 sorgte. Eine Szene im Schlussabschnitt war symptomatisch für die Klagenfurter Abschlussschwäche: Norris tauchte in der 42. Minute alleine vor dem starken Divis-Ersatzmann Bock auf, umspielte den Goalie, schoss aber rechts am Tor vorbei. Im Gegenzug schafften die "Bullen" durch Pewals 3:0 die Vorentscheidung.

Treffer von Kalt (45.) und abermals Pewal (51.) bzw. Hinz (49.) und Ratz (54.) brachten für die Salzburger, denen Banham und Artursson vor allem im Powerplay-Spiel abgingen, am Ende einen noch klaren Erfolg. Rekordmeister KAC liegt nach der Niederlage weiterhin auf Rang sieben. Die Chancen auf einen Playoff-Platz scheinen fast schon dahin.

Black Wings in Graz ohne Probleme

Die Black Wings aus Linz haben ihren dritten Tabellenplatz gefestigt. Die Oberösterreicher feierten auswärts gegen das abschlagene Schlusslicht Graz 99ers einen 7:2-(5:0,1:2,1:0)-Kantersieg, setzten sich damit im sechsten Saisonduell mit den Steirern zum sechsten Mal durch und holten in der zehnten Partie unter Neo-Coach Chris Valentine den achten Sieg.

Schon nach dem ersten Drittel war in der Eishalle Graz-Liebenau alles entschieden. Die Gäste zogen unter Mithilfe des Steirer-Goalies Bartholomäus und dank Treffer von Baumgartner (4./Short handed), Perthaler (7.), Storey (16.), Martin Hohenberger (17.) und Ignatjevs (19.) bis zur ersten Pausensirene auf 5:0 davon.

Nach dem 6:0 wieder durch Ignatjevs (21.) holten die 99ers durch einen Doppelpack von Schildorfer (27., 29.) noch einmal zwei Tore auf, doch die Linzer spielten den Vorsprung sicher über die Zeit und sorgten durch Grloeau in der 51. Minute noch für den 7:2-Endstand. (APA)