Genf - Die Schweiz hat zwischen Israel und Syrien vermittelt. Das bestätigte Bundespräsidentin und Außenministerin Micheline Calmy-Rey am Montag in Genf. "Die israelisch-syrischen Kontakte wurden von den Medien bekannt gemacht. Die Schweiz hat tatsächlich eine Vermittlerrolle gespielt", sagte Calmy-Rey. Laut Medienberichten ging es um den Entwurf für ein Friedensabkommen. Nach Angaben des Berner Außenamts hält sich Staatssekretär Michael Ambühl von Montag bis Mittwoch zu Arbeitsbesuchen im Libanon und in Syrien auf. Israel und Syrien hatten vergangene Woche Berichte über einen in geheimen Verhandlungen ausgehandelten Entwurf für ein Friedensabkommen dementiert. Die israelische Zeitung "Haaretz" hatte gemeldet, die Vereinbarung sehe unter anderem einen stufenweisen Rückzug Israels von den seit 1967 besetzten Golan-Höhen vor. Beide Seiten der Grenze sollten entmilitarisiert werden. Friedensverhandlungen waren vor sieben Jahren gescheitert. Israel hatte zuletzt der syrischen Regierung vorgeworfen, die radikale libanesische Schiiten-Organisation Hisbollah wieder aufzurüsten. (APA/sda)