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Michael Ludwig.

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Wien – In seiner langjährigen Funktion als Vorsitzender des Verbandes Wiener Volksbildung sei er auch für Veranstaltungsstätten zuständig gewesen, schlägt der neue Wohnbaustadtrat eine Brücke von seinem bisherigen Betätigungsfeld Bildung zum Wohnbereich. "Ich habe mich viel eingebracht bei Neubauprojekten und konnte Erfahrungen bei Sanierungsmaßnahmen sammeln, etwa der Generalsanierung der Urania."

Wichtigstes Anliegen ist dem promovierten Politikwissenschafter und Historiker, die "Wohnzufriedenheit zu steigern". Schon bei der Planung von Wohnbauten müsse auf die demografische Bevölkerungsentwicklung und die Änderung im Wohnverhalten reagiert werden. Durch eine Ausweitung der grätzelbezogenen Gebietsbetreuungen möchte Ludwig das "Miteinander im Wohnen unter Einbeziehung aller Generationen verbessern" – auch, um den Wegfall der Hausbesorger zu kompensieren: "Es fehlt ein unmittelbarer Ansprechpartner." Ein weiterer Schwerpunkt soll der Kampf gegen das Spekulantentum sein. Er wolle weiterhin Wohnprojekte in der Öffentlichkeit vorstellen, werde sich aber "stark an Sachthemen orientieren", gibt sich Ludwig zurückhaltend.

Seine SPÖ-Laufbahn begann der 45-jährige Floridsdorfer 1991 als Landesstellenleiter des Dr.-Karl-Renner-Instituts und Bildungssekretär der Wiener SP. Nach drei Jahren im Bundesrat wechselte der passionierte Läufer 1999 in den Wiener Gemeinderat, wo er im Kultur- und Kontrollausschuss tätig war. (kri/DER STANDARD, Printausgabe, 23.1.2007)