Wien/Ternitz - Die dank hoher Energiepreise kräftig gestiegenen Investitionen in der Ölindustrie haben dem heimischen Ölfeldausstatter Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG (SBO) 2006 ein neues Rekordjahr beschert. Die Aktie hat am Dienstag ihren höchsten Stand seit der Erstnotiz 1997 erreicht.

Auf Basis vorläufiger Zahlen lag der Konzernumsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr mit 239,5 Mio. Euro rund 39 Prozent über dem Vorjahreswert von 172,7 Mio. Euro. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) hat sich auf rund 46 (nach 24,4) Mio. Euro fast verdoppelt, teilte das im ATX der Wiener Börse notierte Unternehmen am Dienstag ad hoc mit.

Nach den vorläufigen Zahlen verbesserte sich auch der Auftragseingang um 30 Prozent auf 349 Mio. Euro. Der Auftragsstand per 31.12.2006 erreichte mit 241 Mio. Euro nach 134 Mio. Euro im Vorjahr ebenfalls einen Rekordwert.

"2006 war das mit Abstand beste Geschäftsjahr der Unternehmensgeschichte", kommentierte SBO Vorstandsvorsitzender Gerald Grohmann das Ergebnis. Dafür sei einerseits der Boom in der Oilfield Service-Industrie verantwortlich. Andererseits habe SBO durch den rechtzeitigen Ausbau der Produktionskapazitäten diesen Boom auch optimal nutzen können.

Aktie legt zu

Die Aktie des Ölfeldausstatters hatte am Montag bei 35,59 Euro geschlossen, 2,7 Prozent über dem Schlusskurs von Freitag, und damit ihre bisherige, zu Jahresende 2006 erreichte Höchstmarke eingestellt. Am Dienstagvormittag nach Veröffentlichung der vorläufigen Vorjahresergebnisse legte die Aktie neuerlich um knapp 1 Prozent auf 35,90 Euro zu.

Die endgültigen Ergebnisse für das am 31. Dezember 2006 endende Geschäftsjahr veröffentlicht SBO am 15. März 2007.

Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG ist nach eigenen Angaben Weltmarktführer bei Hochpräzisionsteilen für die Oilfield Service-Industrie. Schwerpunkt sind amagnetische Bohrstrangkomponenten für die Richtbohrtechnologie. SBO beschäftigt weltweit 1.086 Mitarbeiter (31.12.2005: 913), davon in Ternitz (Niederösterreich) 297 und in Nordamerika (inkl. Mexiko) 558. (APA)