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Christine Marek
Foto: APA/Techt
Wien - Die ÖVP sucht nach der Wahlniederlage vom 1. Oktober vergangenen Jahres nach Erneuerung. Landwirtschaftsminister Josef Pröll stellte dazu am Montagabend die neue Perspektivengruppe 2010 vor, die bis September dieses Jahres die Ausrichtung der Partei neu definieren soll. Die dafür eingerichteten 14 "Impulsgruppen" nehmen nun - auch mit Hilfe externer Experten und Expertinnen - ihre Arbeit auf.

Die Grazer Arbeitsrechtsrechtsexpertin und ÖVP-Nationalratsabgeordnete Beatrix Karl leitet den Bereich Arbeit. Sie will "jedem Einzelnen" die Chance auf Bildung und Arbeit ermöglichen - nur dies verschaffe die Voraussetzung für ein "Leben in Selbstbestimmung", meint sie auf der eigens eingerichteten Perspektiven-Homepage.

Bildung

Im Bereich Bildung will die Wiener ÖVP-Stadträtin Katharina Cortolezis-Schlager der Frage nachgehen, was "gute Bildung" im 21. Jahrhundert bedeutet. Für die ehemalige ÖH-Vorsitzende geht es dabei nicht nur um die Frage der "Gesamtschule" oder "Ganztagsschule". Die Gründerin der "Frauen-Sommer-Universität" sieht Bildung als "Grundlage für die individuelle und gesellschaftliche Entwicklung".

Für den Bereich Europa ist der steirische VP-Klubchef Christoph Drexler zuständig. Der Rechtswissenschafter will sich mit den "Entwicklungsmöglichkeiten der EU" beschäftigen und etwa der Frage nachgehen, ob Europa mehr als ein Friedensprojekt ist.

Familie und Kinder

Die Niederösterreichische Landesrätin Johanna Mikl-Leitner hat mit ihrer Impulsgruppe "Familie und Kinder" ein heikles Feld zu behandeln. Für die Lösung der ÖVP-Reizthemen "eingetragene Partnerschaften" und "Patchworkfamilien" will sich die zweifache Mutter ein "breites Team" zur Unterstützung holen - "je bunter, desto lieber".

Frauen

Neo-Wirtschaftsstaatssekretärin Christine Marek beackert den Bereich "Frauen". Die allein erziehende Mutter eines Sohnes soll sich mit der Frage der Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau auseinander setzen und Maßnahmen zur Reduzierung der Einkommensschere entwickeln.

Generationen

Im Duett treten die ÖVP-Seniorenvertreterin im Parlament, Gertrude Aubauer, und ihre Kollegin und Obfrau der Jungen ÖVP, Silvia Fuhrmann, an. Sie werden das Thema "Generationengerechtigkeit" angehen. Besonderes Augenmerk wollen sie auf die "langfristige Sicherung der Sozialsysteme" legen und dabei Konflikte "zwischen Jung und Alt" vermeiden.

Der Niederösterreichische Landesrat Wolfgang Sobotka widmet sich dem Gesundheitsbereich. Der Vorsitzender des NÖ Gesundheits- und Sozialfonds soll Einsparungspotenziale ausfindig machen, ohne dass dabei die Gesundheit leidet. (APA)