Lörrach/Basel - Das nach Erdbeben im Raum Basel gestoppte Erdwärmeprojekt ist von der Baseler Kantonsregierung auf unbestimmte Zeit auf Eis gelegt worden. Vor einer möglichen Wiederaufnahme des Projektes müsse erst ein Gutachten zur Risikoanalyse erstellt werden, teilte die Regierung am Dienstag mit. Bevor das Gutachten vorliege, dürfe das Projekt nicht wieder gestartet werden. Endgültig entschieden werde erst später. Die Kantonsregierung wollte ursprünglich Ende Jänner über die Zukunft des umstrittenen Erdwärme-Projektes entscheiden.

Das Gutachten solle in den nächsten Wochen in Auftrag gegeben werden, hieß es. Die Ergebnisse sollen veröffentlicht werden. Bisher waren Gutachten und Stellungnahmen von Experten unter Verschluss geblieben.

Beben und Folgen

Das Erdwärmeprojekt hatte am 8. Dezember vergangenen Jahres ein Erdbeben der Stärke 3,4 verursacht. Die Erschütterungen hatten in Basel und Umgebung die Menschen erschreckt. In den vergangenen sechs Wochen hatte es mehrere Nachbeben gegeben, die im gesamten Dreiländereck zu spüren waren. Das Geothermie-Projekt war bereits nach dem ersten Beben gestoppt worden.

Bei dem Vorhaben war in mehreren Kilometern Tiefe Wasser mit hohem Druck ins Gestein gepresst worden. Das Gestein sollte so stärker zerklüftet werden, um später Wasser zur Wärmegewinnung hindurchleiten zu können. (APA/dpa)