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Pascal Henss und Handball-Deutschland sind happy.

Foto: REUTERS/Hannibal Hanschke

Hamburg - Frankreichs Handballer haben ihre Vorrunden-Schwäche abgelegt und bei der WM in Deutschland wieder Kurs auf den Titel genommen. Zwei Tage nach der Pleite gegen Island setzte sich der hoch gehandelte Europameister am Mittwoch im ersten Spiel der Hauptrunden-Gruppe 1 vor 8.000 Zuschauern in Dortmund mit 31:22 gegen Polen durch. Island übernahm in dieser Gruppe nach einem 36:30 über Tunesien ohne Punktverlust die Tabellenführung. Auf Platz zwei befindet sich Gastgeber Deutschland nach einem 35:29-Erfolg gegen Slowenien.

Zwar konnte der Geheimtipp aus dem hohen Norden nicht an die 32:24-Galavorstellung gegen Frankreich anknüpfen, zeigte aber viel Moral. In Olafur Stefansson hatten die Nordländer ihren besten Werfer (8/1). Tunesiens Star Wissem Hmam (9/2) traf zwar am besten, baute in der zweiten Hälfte aber wie sein Team kräftig ab.

In Gruppe 2 sind mit Titelverteidiger Spanien, Olympiasieger Kroatien und Ungarn gleich drei Mannschaften nach dem ersten Spieltag weiter makellos unterwegs. Mit königlicher Unterstützung durch den Herzog von Palma de Mallorca, der unter seinem bürgerlichen Namen Inaki Urdangarin Nationalspieler war, besiegte der Weltmeister den vierfachen Olympiasieger Russland mit 33:29. "Das war ein großer und wichtiger Schritt Richtung Viertelfinale", sagte Trainer Juan Carlos Pastor. "Aber es war ein sehr anstrengendes und hartes Spiel."

Während sich Kroatien in Mannheim mit 28:26 gegen das im Vergleich zur Vorrunde deutlich verbesserte Dänemark durchsetzte, gab sich auch Ungarn keine Blöße. Das Team von Laszlo Skaliczky gewann mit 28:25 gegen Tschechien durch und rangiert in der Tabelle nur wegen der schlechteren Tordifferenz hinter den führenden Iberern und Kroatien. Die jeweils vier besten Teams der beiden Zwischenrunden-Gruppen qualifizieren sich fürs Viertelfinale. (APA/dpa)