Wien - Die an der Wiener Börse notierte Sektkellerei Schlumberger AG hat gestern, Mittwoch, ein Aktienpaket der deutschen Sektkellerei Wachenheim AG zurückgekauft. Konkret wurden 15.020 Stammaktien oder 10,01 Prozent der ausgegebenen Wachenheim-Stammaktien mit einem Wert von 220 Euro je Stück außerbörslich erworben, teilte Schlumberger am Donnerstag mit.

Der Streubesitz der stimmberechtigten Stammaktien wird sich damit auf rund 25 Prozent erhöhen. Die stimmrechtslosen Vorzugsaktien befinden sich zu 100 Prozent im Streubesitz. Dieses Aktienpaket soll innerhalb der kommenden Monate breit gestreut verkauft werden. Mit der Abwicklung wurde die Bank Austria Creditanstalt (BA-CA) beauftragt.

Positive Kursentwicklung

"Wir hoffen sehr, dass sich viele Privatinvestoren an der Schlumberger AG beteiligen", so Gerhard Lacher, Vorstandsvorsitzender der Schlumberger AG. Die Schlumberger Stammaktie erzielte in den letzten drei Jahren eine sehr positive Kursentwicklung. "Diese gute Performance spiegelt die Entwicklung des Unternehmens wider", ergänzt Lacher. Auch im laufenden Geschäftsjahr konnte mit den Sektmarken Schlumberger und Goldeck, der Kräuterspezialität Rossbacher und internationalen Spirituosenmarken ein erfreulicher Umsatzanstieg verzeichnet werden, hieß es.

Die Sektkellerei Schloss Wachenheim AG zählt zu den ältesten und traditionsreichsten Sekthäusern in Deutschland. Das Unternehmen wurde 1888 als Aktiengesellschaft gegründet und 1996 mit dem Weltmarktführer Faber/Reh im Rahmen einer Sacheinlage verschmolzen. Im Jänner 2000 erwarb Wachenheim eine 10 Prozent-Beteiligung an der Wiener Sektkellerei Schlumberger. Diesen Anteil hat Schlumberger nun wieder zurückgekauft. (APA)