München - Der bayerische Autohersteller BMW bleibt nach einem Umsatz- und Absatzrekord im vergangenen Jahr auch 2007 auf der Überholspur. Die Erlöse seien 2006 um 5 Prozent auf 49 Mrd. Euro geklettert, teilte das Unternehmen am Freitag in München mit. Beim Gewinn vor Steuern werde unverändert mit einem Rekordwert von vier (2005: knapp 3,3) Mrd. Euro gerechnet. Die endgültigen Zahlen will BMW im März vorlegen. Die Auslieferungen von Autos der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce legten im vergangenen um 3,5 Prozent zu auf 1,37 Mio. Fahrzeuge. "Das Geschäftsjahr 2006 ist das bisher beste in der Unternehmensgeschichte", sagte BMW-Chef Norbert Reithofer.

Bei der Vorlage durchwachsener Quartalszahlen im November hatte Reithofer die Gewinnprognose für 2006 noch als "außerordentlich ambitioniert" bezeichnet. Nun erklärte er, es sei gelungen, Belastungen durch höhere Währungseffekte und höhere Rohstoffpreise weitgehend durch das Absatzwachstum und interne Effizienzsteigerungen auszugleichen.

Absatzprognose erhöht

Bereits auf der Automesse in Detroit zum Jahresbeginn hatte Reithofer die Absatzprognose für 2007 nach oben geschraubt. Im laufenden Jahr will BMW mehr als 1,4 Mio. Fahrzeuge absetzen und sich dabei auf dem wichtigen US-Markt gegen den befürchteten Abwärtstrend stemmen. "Alle drei Marken werden bei den Auslieferungen voraussichtlich neue Bestmarken erzielen", erklärte Reithofer am Freitag. Im vergangenen Jahr legte der Absatz in der Kernmarke BMW um 5,2 Prozent auf 1,185.088 Mio. Autos zu. Die mit Abstand am stärksten gefragte Modellreihe war dabei die 3er-Reihe, von der mehr als eine halbe Million Stück verkauft wurden.

Der Absatz beim Kleinwagen Mini ging dagegen wegen Erweiterungsarbeiten im britischen Werk in Oxford um 6,2 Prozent zurück. Von der Luxus-Limousine Rolls-Royce wurden 805 Exemplare in Kundenhand übergeben und damit neun mehr als im Vorjahr. Die Zahl der BMW-Mitarbeiter legte im vergangenen Jahr leicht zu auf weltweit 106 575 Beschäftigte zum Jahresende 2006.

Zufriedenstellendes Ergebnis in Österreich

Die BMW-Gruppe ist für das Jahr 2006 auch mit dem Geschäft in Österreich zufrieden: Die Gruppe habe den Absatz um 7,5 Prozent auf 14.321 Fahrzeuge erhöht. Deutliche Zuwächse gab es bei der Automarke BMW (+10 Prozent), während bei Mini und BMW-Motorrädern weniger verkauft wurde. Insgesamt sei 2006 aber auf für Österreich ein "sehr gutes Jahr" gewesen, erklärte BMW-Österreich-Chef Gerhard Pils heute, Freitag, bei einer Pressekonferenz in Wien.

Die Bedeutung der BMW-Gruppe in Österreich belege allein die Tatsache, dass mit Exporten in Höhe von 3,7 Mrd. Euro ein gutes Viertel der 14 Mrd. Euro schweren heimischen Auto-Exporte auf BMW entfalle, hieß es.

Die BMW Motoren GmbH konnte zwar den Rekordwert des "Ausnahmejahres 2005" nicht erreichen, habe aber mit 704.000 hergestellten Motoren die Erwartungen übertroffen und das zweitbeste Produktionsergebnis der Geschichte erzielt, sagte Andreas Wendt, Geschäftsführer der BMW Motoren GmbH im oberösterreichischen Steyr. Der Umsatz sank leicht auf 2,603 Mrd. Euro. Bereits 68 Prozent der in Steyr herstellten BMW-Motoren seien Diesel-Motoren.

(APA/dpa)