Wo andere oft wegzappen, müssen sie genau hinsehen: die Juroren beim Internationalen Werbefestival Cannes, die auch heuer wieder von 17. bis 23. Juni Werbearbeiten aus aller Welt begutachten müssen. Die Einreichfrist läuft noch bis zum 23. März. Worauf österreichische Werbetreibende achten müssen, damit ihre Kampagnen zumindest auf die Shortlist gelangen, erläuterten am Donnerstagabend ehemalige österreichische Juroren auf Einladung der ORF-Werbetochter Enterprise.

Arbeit "gut verkaufen"

Wer bei der "Olympiade der Kreativität", so Enterprise-Chef Walter Zinggl, beachtet werden will, muss seine Arbeit "gut verkaufen". Die Einreichung sollte einen heißen Einstieg haben und "eine Geschichte erzählen, mit der man die Zuschauer in den Bann zieht und nicht mehr auslässt", berichtete der letztjährige österreichische Juror Roman Sindelar.

"Länge ist ein Don't"

Im Überblick über die Kampagne sollten in jedem Fall Erfolgsdaten enthalten sein und der ganze Spot bestenfalls nicht länger als 44 Sekunden dauern. Allzu häufig würden Werber allerdings zu Projektverliebtheit neigen und dazu tendieren, am Liebsten gleich den "Director's Cut" mitzuschicken. Aber: "Länge ist ein Don't", warnt Sindelar aus "leidvoller" Jurorenerfahrung. Ebenso: "Uninteressante Arbeiten, schlechte Aufbereitung und schlechte Übersetzungen. Die nerven nur." (APA)