Wien - Eine überaus brutale Jugendbande ist der Wiener Polizei ins Netz gegangen. Bei den Tätern handelt es sich um sieben Burschen im Alter von 15 bis 18 Jahren. Sie sollen von Mai 2006 bis Jänner 2007 insgesamt 17 Raubüberfälle und einige Einbrüche begangen haben. Ihre Opfer misshandelten sie mit Tritten ins Gesicht. Die Beute war stets von geringem Wert.

Handys und MP3-Player erbeutet

"Es sieht so aus, als hätten sie Spaß daran gehabt, Leute zu verletzen", sagte ein Ermittler vom Kriminalkommissariat West im APA-Gespräch. Die sieben Gewalttäter gingen immer nach dem selben Prinzip vor. Sie suchten sich wahllos Opfer aus, umzingelten diese und traten sie brutal nieder. Anschließend erbeuteten sie Handys oder MP3-Player.

Am 21. Jänner, gegen 0.30 Uhr, waren fünf der Verdächtigen in Ottakring abermals in eine Schlägerei verwickelt. Diesmal wehrte sich jedoch das Opfer mit Pfefferspray, die Jungendlichen ergriffen die Flucht. Unter Mithilfe der von den Burschen attackierten Person machten sich die Beamten auf die Suche - und wurden rasch fündig. Mittlerweile sitzt die gesamte Jugendbande hinter Gittern.

Schon einmal festgenommen

Drei der sieben Täter wurden schon einmal festgenommen, immer wieder wegen gewalttätiger Überfälle. "Wenn man die so sieht, möchte man kaum glauben, wie brutal sie vorgegangen sind", charakterisierte ein Ermittler die Verhafteten. Da die Bande wahrscheinlich in ganz Wien auf Beutezug war, ersucht die Polizei nun mögliche weitere Opfer um Hinweise unter der Telefonnummer (01)31310-25810. (APA)