New York - Der zweitgrößte US-amerikanische Telekommunikations-Konzern Verizon Communications hat im vergangenen Jahr bei steigendem Umsatz weniger verdient. Verizon erhöhte den Umsatz im vergangenen Jahr um 26,8 Prozent auf 88,1 Mrd. Dollar (68,2 Mrd. Euro). Der Jahresgewinn fiel auf 6,2 (Vorjahr: 7,4) Mrd. Dollar oder 2,12 (2,65) Dollar je Aktie, gab Verizon am Montag bekannt. Verizon liegt gemessen am Umsatz hinter dem US-Branchenführer AT&T. Das New Yorker Unternehmen ist aber mit Verizon Wireless der größte US-Mobilfunkanbieter nach Umsatz.

Starkes Schlussquartal

Verizon erhöhte den Umsatz im Schlussquartal um 26,1 Prozent auf 22,6 Mrd. Dollar. Berücksichtigt man den Umsatz der von Verizon übernommenen Telekom-Gesellschaft MCI auch im vierten Quartal 2005, dann betrug der Umsatzanstieg allerdings nur 3,9 Prozent. Der Quartalsgewinn fiel auf 1,0 (1,7) Mrd. Dollar oder 35 (59) Cent je Aktie.

Steigende Umsätze im Mobilfunk- und Breitbandgeschäft machen bei Verizon und anderen US-Telekomkonzernen die fallenden Festnetz-Erlöse wett.

Verizon Wireless steigerte die Zahl seiner Mobilfunkkunden im Oktober-Dezember-Abschnitt um 2,3 Mio. auf 59,1 Millionen. Damit ist das Unternehmen bei der Kundenzahl die Nummer zwei in den USA. Marktführer ist mit knapp 61 Mio. Nutzern der Wettbewerber Cingular, der wieder in AT&T umbenannt wurde. Die Verizon Wireless, die zu 55 Prozent Verizon und zu 45 Prozent der britischen Vodafone Group gehört, steigerte den Quartalsumsatz um 16,3 Prozent auf 10,1 Mrd. Dollar. Der Jahresumsatz stieg um 17,8 Prozent auf 38 Mrd. Dollar. AT&T Mobility, die frühere Cingular Wireless, kam 2006 mit einem Plus von 8,9 Prozent auf 37,5 Mrd. Dollar. (APA/dpa)