Unter die Oberfläche einer lockeren Komödie im altmodischen Stil bettet Stephen Sondheim in seinem Musical "Das Lächeln einer Sommernacht" nach dem gleichnamigen Film von Ingmar Bergman eine scharf gesellschaftskritisierende Offenlegung unnötiger Verstrickungen. Die Schüler des Zweigs Musikalisches Unterhaltungstheater des Wiener Konservatoriums bereiten die kleinen Dramen (Anne ehelicht Frederik, liebt aber dessen Sohn Henrik und weiß es noch nicht, Frederik liebt Desirée, und weiß es noch nicht, auch Carl-Magnus liebt Desirée, was seiner Frau nicht gefällt . . .) zuckersüß auf. Kleine Feen und Elfen helfen der Verniedlichung, der Biss bleibt aber erhalten. (ih, DER STANDARD - Printausgabe, 30. Jänner 2007)