Stockholm - Aus Somalia stammende Schweden und möglicherweise auch Staatsbürger anderer nordeuropäischer Länder haben auf Seiten der islamistischen Milizen an den Bürgerkriegs-Kämpfen in dem ostafrikanischen Land teilgenommen. Einige seien gefallen, andere säßen im Gefängnis oder würden von den Behörden gesucht, sagte ein Sprecher der somalischen Regierung in den Früh-Nachrichten des Schwedischen Radios am Dienstag.

Bereits davor gab es wiederholt unbestätigte Berichte über die Festnahme von schwedischen Staatsbürgern durch die von Äthiopien gestützte somalische Übergangsregierung. Regierungssprecher Abdirahman Dinari bestätigte nun diese Berichte, er könne jedoch vorerst keine Angaben über Zahlen von Todesopfern oder Festgenommenen mit skandinavischer Staatsbürgerschaft machen. Dinari bedauerte gleichzeitig, dass "Dschihadisten, mit der Absicht, Terrortaten zu begehen", davor in Dänemark, Norwegen und Schweden Flüchtlingsstatus erlangt hätten.

Seitens des schwedischen Außenministeriums hieß es, man habe von Seiten der somalischen Regierung noch keine offizielle Bestätigung über auf Seiten der Islamisten kämpfende schwedische Staatsbürger erhalten. Die Nachforschungen würden auch dadurch erschwert, dass kein einziges EU-Land derzeit eine Botschaft in Somalia habe, sagte Ministeriumssprecherin Nina Ersman gegenüber der schwedischen Nachrichtenagentur TT. (APA)