Wien – Flughafen-Vorstand Christian Domany verspricht den Passagieren für das neue Flughafen Wien Terminal Skylink ein "Best of Austria". Bei den geplanten Geschäften und Gastronomie-Lokalen will er die österreichische Identität mit internationalen Flair verbinden. So sollen die wesentlichen k&k Hoflieferanten, von den Juwelieren bis zu den Schuhen, bei den Süßwaren Sacher, Demel & Co und im Gastro-Bereich etwa Plachutta sowie Do&Co aktiv angesprochen werden.

Ausschreibung demnächst

Noch im ersten Quartal 2007 beginnt die Ausschreibung für die Geschäfte und Lokale für das Skylink Terminal, im Herbst fällt die Entscheidung welche Händler oder Gastronomen zum Zug kommen. Eröffnet wird das Terminal Anfang 2009. Der Tender selbst soll "jedenfalls so transparent sein, dass jeder Bieter nachvollziehen kann, warum er gegebenenfalls nicht berücksichtigt wurde".

In Summe werden im Skylink, in dem die Transfer-Passagiere abgefertigt werden, 2930 m2 Gastrofläche und 6240 m2 für den Shopping-Bereich zur Verfügung stehen. Das entspricht etwa 45 neuen Shops und 20 neuen Lokalen. Die Mietverträge werden wie bisher auf fünf Jahre abgeschlossen, mit Verlängerungsmöglichkeit. Sie können aber auch, wenn es die Sicherheitssituation verlangt, jederzeit gekündigt werden.

Offen von 5 bis 24 Uhr

Ziel des Flughafen-Vorstandes ist es, dass die Geschäfte branchenabhängig von fünf Uhr bis 24 Uhr offen halten. Domany, der als ausgezeichneter Netzwerker gilt und berufliche Erfahrungen u.a. in der Wirtschaftskammer und im Sparkassensektor hat, will diese nutzen um auf Sozialpartner-Ebene über die Öffnungszeiten zu verhandeln.

Zielgruppe für den Shopping- und Gastrobereich im Skylink sind im wesentlichen die Passagiere der Star Alliance. Das Geschäfts- und Gastronomieangebot erstreckt sich auf 20.270 m2, 1620 m2 fallen nach dem Umbau der derzeitigen Ankunfthalle weg, so dass netto 18.651 m2 übrig bleiben. Weil es immer häufiger vorkommt, dass die Passagiere ihre gekauften Sachen nicht mit an Bord nehmen dürfen und dadurch "ganze Monatsgehälter in den Mist wandern", überlegt Domany ein Nachsendeservice, gemeinsam mit der Post, einzurichten. Neu wird auch ein Informationszentrum sein, das sowohl den Anrainern als auch den Passagieren das Erlebnis Flughafen näher bringt. (Claudia Ruff, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 31.1.2007)